- Fotos: Miriam Rommel

SONTRA Schafhalter zum zweiten Mal betroffen

Schaf bei Berneburg gerissen: Nutztierhalter in der Region rüsten auf

04.11.19 - Die Viehhalter im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie im nahegelegenen Werra-Meißner-Kreis rüsten auf: Nachdem in der Nacht vom 01. auf den 02. November schon wieder ein Schaf in Berneburg (Sontra) von einem Raubtier gerissen wurde, ziehen viele Schaf- und Gänsehalter Konsequenzen. Die Unsicherheit ob des Wolfes, der seit geraumer Zeit durch die Wälder streift, wächst.

Es sind Bilder, die verstörend wirken mögen. Ein Schaf liegt tot auf der Weide, unterhalb des Halses ist das Tier aufgebrochen, Rippen und Eingeweide liegen frei. Der Ort des Geschehens: Eine abgesteckte Koppel, die mit einem Elektrodrahtzaun gesichert ist, Häuser befinden sich in Sichtweite. Für den Schafhalter ist der Vorfall besonders schlimm, bereits zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit hat ein Raubtier seine Tiere angefallen. Beim letzten Mal hat die DNA-Probe einen Wolf als Verursacher festgestellt. Ob es auch diesmal so sein wird?

Viele Nutztierhalter in der Region haben mittlerweile reagiert. Dass der erneute Riss kein Einzelfall ist, beweisen gleich mehrere Viehweiden auf der Strecke zwischen Berneburg und Rotenburg/Fulda. Auf verschiedenen Weiden sind Herdenschutzhunde zu sehen, Einzäunungen führen fast alle Strom.

Nicht nur die Viehhalter sind verunsichert

Am Sonntag wirkt die Gegend rund um Berneburg wie ausgestorben, dort, wo normalerweise Spaziergänger unterwegs sind, herrscht Menschenleere. Eine Frau läuft durch den kleinen Ort, dass ein Wolf bereits seit längerem durch die Gegend zieht, weiß auch sie. Erst in der letzten Woche, erzählt sie im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS, habe man das grau-schwarze Tier unweit des Dorfes gesichtet. „Gerissen hat er an diesem Tag wohl nichts, wahrscheinlich, weil er noch rechtzeitig vertrieben wurde.“ Der Wolf habe in der Gegend schon viele Tiere geholt, sagt sie nachdenklich. Etwas mulmig wäre ihr beim Spaziergang schon. „Deswegen habe ich immer meine Wanderstöcke dabei“ meint sie und schwenkt wie zum Beweis die bunten Helfer, „aber ob sie im Fall des Falles auch wirklich etwas bringen würden?“

Was an diesem Tag in der Gemeinde auffällt, sind die vielen Geländewagen, die langsam die Wege um den Ort abfahren. Wahrscheinlich sind sie auf der Suche nach dem Raubtier, welches mittlerweile nicht nur die Viehalter verunsichert. (mr) +++


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