So könnte der Grundriss der neuen Therme in Bad Salzschlirf aussehen - Fotos: Hans-Hubertus Braune

BAD SALZSCHLIRF Weiter Weg zur Finanzierung

Toskanaworld will neue Therme im Kurort betreiben - 24 Millionen Euro-Projekt

07.11.19 - Noch ist es ein weiter Weg und insbesondere die Finanzierbarkeit muss geklärt werden. Doch die Vision einer neuen Therme im einst bundesweit bekannten Kurort Bad Salzschlirf bekommt ein Gesicht. Die Vertreter der Toskanaworld präsentierten am Mittwochabend im Kulturkessel während der Gemeindevertretersitzung ihr Konzept, welches allgemein positiv ankam. Zahlreiche Bürger verfolgten die Vorstellung. Insgesamt soll die neue Therme rund 24 Millionen Euro kosten. Sollte der Bau beschlossen werden, beträgt die Planungs- und Bauzeit rund zweieinhalb Jahre. Aber soweit ist es noch nicht.

Bürgermeister Matthias Kübel (links) und Friedrich ...

Architekt Diplom-Ingenieur Andreas Ollertz

Am Standort der alten Therme - diese musste im Jahr 2017 geschlossen werden, da eine Sanierung nicht möglich war - soll ein Neubau entstehen, der neue Maßstäbe in den Bereichen von Wellness, Badespaß und Saunawelt setzen soll. Rund 634 Quadratmeter Wasserfläche und eine rund 1.000 Quadratmeter große Saunawelt, dazu Gastronomie, Außenbereich und ein direkt angegliedertes Parkhaus sollen Gäste aus der gesamten Region und natürlich Kurgäste anziehen. Toskanaworld besitzt reichlich Erfahrung im Bau und Betrieb von Thermen - unter anderem in Bad Orb und Bad Sulza. Der Architekt Diplom-Ingenieur Andreas Ollertz aus Fulda und der Geschäftsführende Gesellschafter der Toskanaworld, Klaus-Dieter Böhm aus Bad Sulza stellten die Pläne vor.Nach der Schließung der Therme im September 2017 hatte sich die Gemeinde für eine Realisierung des Neubaus zusammen mit einem privaten Partner entschieden. Im Rahmen des Wettbewerblichen Dialoges wurden Projektpartner gesucht. Mit einer engeren Auswahl von Interessenten wurden im Verlauf des Jahres 2019 deren Lösungsvorschläge diskutiert und auf die von den Gemeindevertretern festgelegten Vorstellungen der Gemeinde hin abgeprüft. Die dazu eingerichtete Thermenkommission hatte im Rahmen des Dialogverfahrens bereits zahlreiche Fragen zu klären.

Nach diesen Gesprächen ist einzig der Vorschlag des Unternehmens Toskanaworld aus Bad Sulza im Verfahren verblieben. Das Unternehmen betreibt bereits drei weitere Thermen in Bad Orb, Bad Sulza und Bad Schandau sowie 5 Hotels und insgesamt 8 Restaurants. An diesen Standorten sowie in einer Rehaklinik beschäftigt das Unternehmen rund 600 Mitarbeiter.

Auf Basis dieser Erfahrungen entwickelte das Unternehmen Toskanaworld ein Gesamtkonzept für die Bad Salzschlirfer Therme und überzeugte damit im Verfahren. Die Vorgaben der Gemeinde zur inhaltlichen Ausrichtung auf die Sole Bad Salzschlirfs und der optischen Wertigkeit des Gebäudes im Bad Salzschlirfer Ortskern werden umgesetzt. Positiv überzeugte auch die wirtschaftliche Konzeption, die ohne Betriebskostenzuschuss auskommen soll und bei planmäßiger Realisierung eine Pacht für die Gemeinde in Aussicht stellt. Durch die umgesetzten und teilweise schon langjährig erfolgreichen Vergleichsprojekte, seine Betriebsgröße und die handelnden Personen konnte das Unternehmen Toskanaworld auch im Übrigen als geeigneter Partner überzeugen.

Mit den aktuell aufgrund des vorliegenden Lösungsvorschlags im Raum stehenden Baukosten von rund 24 Millionen Euro ist der vorgesehene Finanzierungsspielraum der Gemeinde überschritten. Die höher als erwartet ausfallenden Bauinvestitionen gehen auf stark gestiegene allgemeine Baukosten in den letzten Jahren und die Anpassung der Objektgröße an die ausbalancierte wirtschaftliche Umsetzung zurück. Durch die Bereitschaft, im Rahmen einer Pachtzahlung zum Gesamtfinanzierungskonzept beizutragen, bleibt der Vorschlag für die Gemeinde allerdings im Rahmen einer machbaren Umsetzung. Dennoch müssen bei der Finanzierung Anpassungen vorgenommen werden, so dass derzeit noch keine abschließende Entscheidung getroffen werden kann. „Das Gesamtkonzept steht im Groben, bedarf aber noch verbindlicher Festlegungen durch Fördergeber, so dass wir derzeit den Gremien noch keine belastbare Entscheidungsgrundlage vorlegen können“, berichtet Bürgermeister Matthias Kübel. Das Gesamtkonzept stelle sich jedoch für die Gemeinde als große Chance dar. „Deswegen stecken wir weiterhin viel Arbeit in Gespräche, um erforderliche Förderungen zu ermöglichen“, zeigt sich der Rathauschef optimistisch. (hhb / pm) +++


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