Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Mahnmal vor der Michaelskirche. - Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

FULDA Vor dem Mahnmal der Michaelskirche

Volkstrauertag: "Wir müssen für Demokratie und Frieden einstehen" 

18.11.19 - Anlässlich des Volkstrauertags versammelten sich vor dem Mahnmal für die Toten der beiden ersten Weltkriege an der Fuldaer Michaelskirche der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Magistrat der Stadt Fulda sowie zahlreiche Bürger zu einer öffentlichen Gedenkstunde mit Kranzniederlegung. "Auch in unserer heutigen Zeit sind viele Länder von Krieg und militärischen Unruhen geplagt, deshalb ist das Thema des Friedens wichtiger denn je", so Stadtpfarrer Stefan Buß in seiner Gedenkrede.

Zur Gedenkstunde hatten sich viele Menschen ...

Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Fulda-Dietershahn.

Der November ist geprägt von Gedenktagen an die Toten. So auch der Volkstrauertag, der an alle Opfer von Krieg und Gewalt gedenkt. "Über 100 Jahre ist der Erste Weltkrieg her, 76 Jahre der Zweite Weltkrieg. Nichtsdestotrotz gilt es wachsam zu sein." Jüngere Generationen sollten über die Ereignisse Bescheid wissen, denn die "Erinnerung an unsere Geschichte ist bedeutend, um gemeinsam die Zukunft gestalten zu können", sagt Buß.

Stadtpfarrer Stefan buß

Stadtbaurat Daniel Schreiner

Krieg und Terror seien in unserer Gegenwart immer noch präsent. Tagtäglich würden wir vor unseren Fernsehern im Wohnzimmer mit schrecklichen Bildern konfrontiert werden, dennoch entstehe eine gewisse Distanz zu den Geschehnissen. "Einige holen uns dann doch ein, wie der versuchte Anschlag in Halle."

Terror müsse laut Buß Demokratie und Nächstenliebe entgegengestellt werden – diese seien stärker als Terror. Auch in der Bundeswehr würden viele ihr Leben bei Einsätzen in Krisengebieten lassen. Die aktuelle Situation rund um den Globus spiegle keinen Frieden wider. "Unsere Welt ist nicht zur Ruhe gekommen, wie man beispielsweise in Asien und Afrika sieht."

Der erste Kranz wurde niedergelegt.

Darüber hinaus seien die Flüchtlingswellen gravierend. 60 Millionen Menschen würden vor dem IS und aus anderen Gründen fliehen, Angst und Leid begleiten sie. "Die Geflüchteten kommen in unser Land, wir müssen ihnen Schutz und eine Perspektive bieten, so schwer es manchmal sein mag." An dem heutigen Tag steht die Frage im Raum: "Was kann ich als einzelner für den Frieden tun?." Die Antworten würden nicht leicht fallen, denn mit unserem Wohlstand würden wir für einige Missstände beitragen. Auch der Waffenexport aus Deutschland an andere Länder stelle ein großes Problem dar.

Gerhard Möller, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt ...

Es sei unsere Pflicht, den Anfängen von Krieg und Terror entgegenzuwirken. Dies beginne schon bei Kindern und Jugendlichen. "Wir haben einen erzieherischen Auftrag." Buß schöpft trotzdem Hoffnung: Vielleicht könne der Volkstrauertag irgendwann als ein Volksfriedenstag gesehen werden. "Da wo es uns möglich ist, soll Frieden gestiftet werden."

Nach der Ansprache wurden die drei Kränze von verschiedenen Vertreten vor dem Mahnmahl der Michaelskriche niedergelegt. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde übernahm die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Fulda-Dietershan. Mit der Nationalhymne endete die Veranstaltung. (Maria Franco) +++


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