GROßENLÜDER / FULDA Vier Beifahrer ließen Unfallopfer im Stich

Nach tödlichem Unfall bei Müs: 27-jähriger Unfallfahrer in U-Haft

27.11.19 - Unfassbares hat sich am vergangenen Samstagabend bei Müs ereignet: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag erklärten, saßen offenbar insgesamt fünf Personen im Unfallauto. Vier von ihnen ließen offenbar einen schwerstverletzten Mitfahrer allein zurück. Der Mann starb wenig später. Wie mehrfach berichtet, hat sich am vergangenen Samstagabend gegen 20:25 Uhr auf der Kreisstraße 112 zwischen Großenlüder-Müs und Bad Salzschlirf ein schwerer Alleinunfall ereignet. Ein 28-jähriger Fahrzeuginsasse erlag dabei im Laufe der Nacht seinen schweren Verletzungen.

Wie die Polizei bereits berichtete, teilte ein nicht Unfall Beteiligter über Notruf mit, dass sich ein Fahrzeug auf der Wiese nahe der Zufahrt zum Bad Salzschlirfer Sportzentrum befindet und ein Stöhnen zu hören sei. Eine sofort entsandte Streife der Polizeistation Fulda fand vor Ort einen weißen verunfallten Dacia Sandero mit Aschaffenburger Kennzeichen sowie in unmittelbarer Nähe außerhalb des Fahrzeugs den schwerverletzten 28-jährigen Mann vor. Er wurde zur ärztlichen Versorgung ins Klinikum Fulda verbracht und erlag dort im Laufe der Nacht seinen schweren Verletzungen.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand war das Fahrzeug von Müs kommend in Fahrtrichtung Bad Salzschlirf unterwegs, als es aus bislang unbekannter Ursache linksseitig von der Fahrbahn abkam, sich überschlug und auf der angrenzenden Wiese zum Stillstand kam. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Fulda ein Sachverständiger unverzüglich vor Ort gerufen.

Im Zuge der sofort eingeleiteten polizeilichen Unfallermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls - neben dem tödlich Verletzten - möglicherweise noch weitere Personen im Fahrzeug befanden. Bei den mit Hochdruck geführten Ermittlungen der Fuldaer Fachdienststelle für Unfallfluchtermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Fulda konnte bereits am frühen Sonntagmorgen ein 27-Jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Hessen als mutmaßlicher Fahrzeuginsasse festgenommen werden. Der bei ihm durchgeführte Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund einem Promille. Darüber hinaus konnten im Laufe des gestrigen Montags zwei 28-jährige polnische Staatsangehörige und eine 30-jährige polnische Staatsangehörige als weitere Fahrzeuginsassen ermittelt werden. Alle Beschuldigten wurden bei der Polizei umfangreich vernommen.

Da bei dem 27-Jährigen der Verdacht bestand, dass es sich bei ihm um den Fahrer des Unfallfahrzeugs handelt, wurde er am späten Montagabend (25.11.) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Fulda dem Ermittlungsrichter beim Fuldaer Amtsgericht vorgeführt. Dabei räumte er seine Fahrereigenschaft ein. Der Ermittlungsrichter erließ daraufhin Haftbefehl gegen den Beschuldigten und überstellte ihn einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Der 27-Jährige muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung, Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht in einem Strafverfahren verantworten. Da für die beiden 28-jährigen Männer und die 30-jährige Frau kein Haftgrund begründet werden konnte, wurden sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. (pm) +++

Archivbild O|N


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