Der Petersberger Bürgermeister Carsten Froß. - Archivfoto: O|N

PETERSBERG Ähnliche Sicht wie Zentgraf

Froß: "Es werden offensichtlich unrichtige Behauptungen aufgestellt"

30.11.19 - Die Diskussionen um eine Fusion der Stadt Fulda und die angrenzenden Kommunen Petersberg, Künzell und Eichenzell nimmt wieder Fahrt auf. In einem Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS macht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Jonathan Wulff für eine Großstadt Fulda stark. Carsten Froß (CDU) hingegen sieht dies völlig anders. Der Bürgermeister von Petersberg reagiert auf den O|N-Artikel mit einer ausführlichen Stellungnahme, welche wir im Wortlaut veröffentlichen:

„Es geht mir bei diesem Thema ähnlich, wie meinem Amtskollegen Timo Zentgraf aus Künzell: Eigentlich ist alles dazu gesagt; neue und nachvollziehbare Argumente gibt es nicht! Aufgrund der aktuellen Entwicklung scheint eine Stellungnahme aus Petersberg allerdings angebracht: 

Es kann doch nicht sein, dass eine so wichtige Debatte alle Jahre wieder einseitig über die Presse angestoßen wird. Was soll das? Auch der Hinweis aus Fulda, man wolle demnächst mit den Fraktionsvorsitzenden der betroffenen Gemeinden gemeinsam das Thema Fusion beleuchten, ist aus meiner Sicht nicht der richtige Ansatz. Hier würden definitiv alle Stadt- und Gemeindeoberhäupter (Oberbürgermeister und Bürgermeister) an einen Tisch gehören.

Inhaltlich werden teilweise auf Seiten der Verfechter einer Fusion offensichtlich unrichtige Behauptungen aufgestellt, um einer Entscheidung für eine großen Stadt Fulda Vorteile zu verschaffen. Was soll das? Wie kann und soll beispielsweise einer künstlich fusionierte großen Stadt Fulda der Ankauf von nicht verfügbaren Gewerbeflächen besser gelingen, als einer Gemeinde Künzell oder Petersberg? Flächen sind nun einmal nicht vermehrbar und es bleibt der berechtigte Anspruch vieler Haupterwerbslandwirte, ausreichend Flächen zur Bewirtschaftung vorhalten zu können. In Petersberg habe ich die interkommunale Zusammenarbeit stets fest im Blick und arbeite an verbesserten Strukturen und Ergebnissen.

Mein Fazit: Handwerklich und inhaltlich ist diese Diskussion in dieser Form aus meiner Sicht hochgradig unprofessionell. Eine Gemeindefusion kann und soll niemals ohne Not und ohne mehrheitlichen Willen der Bevölkerung angegangen werden. Beides sehe ich für Petersberg nicht. Als von meinen Bürgerinnen und Bürgern gewählter Bürgermeister habe ich mich dem Dienst unserer Gemeinde verpflichtet. Dafür stehe und kämpfe ich.“ (pm)+++


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