Großes Interesse bei der Ortsbeiratssitzung in Gläserzell, welche vor allem die AST-Thematik beinhaltete. - Fotos: Kevin Kunze

FULDA Viele sehen kein Nutzen für das Fuldatal

Kontroverse Diskussionen in Gläserzell um Anruf-Sammel-Taxen

05.12.19 - Es soll zu einer Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Fuldatal führen, allerdings bringt die Erweiterung des Angebotes der Anruf-Sammel-Taxen viele Befürchtungen und Probleme laut der Bürger mit sich. Zwar besitzen die Stadtteile Gläserzell, Kämmerzell und Lüdermünd weiterhin keine Anbindung an die Stadtbuslinie, mit dem AST-Angebot können aber die Bürger zu den gleichen Konditionen ebenfalls nach Fulda fahren.

Martin Thalau von der Fuldaer Stadtentwicklung

Rainer Wunderlich, Prokurist bei der RhönEnergie

Dennoch, bei der öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates, äußerten gerade ältere Menschen ihre Bedenken gegenüber dem Projekt. Gerade die ältere Generation fühlt sich dadurch abgehangen und kritisiert das in verkehrstechnisch ähnlichen Stadtgebieten der Stadtbus eingesetzt wird. Für die öffentliche Sitzung kamen Martin Thaler von der Fuldaer Stadtentwicklung und Rainer Wunderlich, Prokurist bei der RhönEnergie.

Zunächst erläuterte Thaler den Prozess, wie es zu der Idee des Ausbaus der Anruf-Sammel-Taxis kam. Dort erklärte er den circa 50 anwesenden Fuldatalern, dass sich die politischen Gremien aller Fraktionen einig waren, dass sich die Situation in den drei Ortschaften verbessern müsste: "Das Anruf-Sammel-Taxi ist dem Stadtbus verkehrstechnisch gleichgestellt, diese Variante soll auch eruieren, inwieweit der Bedarf besteht das Fuldatal an das Stadtbusnetz anzuschließen." Im Zuge seiner Erläuterungen äußerten jedoch die anwesenden Bürger immer wieder ihre verschiedenen Bedenken: "Wie funktioniert der Transport für Rollstuhlfahrer?; Welche Möglichkeiten gibt es ein AST zu bestellen?; Entstehen im Gegensatz zum Bus zusätzliche Kosten?"

Zwar konnte Thaler nicht alle Fragen konkret beantworten, die grundlegenden Eckpunkte des AST konnte er dennoch ausführlich darstellen: Das Anruf-Sammel-Taxi muss 15 Minuten vor der Abfahrt bestellt werden, möglich ist es sich zu einer Bushaltestelle zu rufen, allerdings gibt es auch die Möglichkeit sich zu Hause abholen zu lassen. An Wochentagen von 5.15 bis 19 Uhr und samstags zwischen 9 und 15 Uhr wird kein Zuschlag von 1,50 Euro erhoben, in den anderen Zeiten müssen die Benutzer den Betrag entrichten. Das Anruf-Sammel-Taxi muss telefonisch bestellt werden, obgleich das Bestreben besteht weitere Alternativen zu schaffen. Außergewöhnliche Transporte, wie Rollstuhlfahrer oder sehr viel Gepäck müssen ausdrücklich erwähnt werden, ebenso die genaue Personenanzahl.

Dennoch kritisierte gerade die ältere Generation den für sie komplizierten Bestellvorgang. Gerade wenn man in der Stadt ist, könne man kein AST rufen: Für dieses Problem lieferte Wunderlich aber gleich eine Lösung: "Es besteht am Stadtschloss die Möglichkeit, im kleinen Büro der RhönEnergie sich ein AST zu rufen." Regelmäßige Nutzer des bisherigen Angebotes bemängelten zudem die fehlende Freundlichkeit und falsche Informationen der Taxifahrer. Es bleibt abzuwarten, ob mit der Erweiterung des Angebotes die Fehler und Probleme minimiert werden können. (Kevin Kunze)+++


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