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Zahlreiche Landwirte aus Hessen und Thüringen fanden sich beim Mahnfeuer nahe Schlitzenhausen ein - Fotos: Finn Rasner

TANN (RHÖN) Ärger über Agrar-Paket

Landwirte demonstrieren: Mahnfeuer in Schlitzenhausen

05.01.20 - Schon seit Wochen schwelt der Protest der deutschen Landwirte gegen das Agrarpaket der Bundesregierung. Schon mehrere Sternfahrten nach Berlin und in die Landeshauptstädte fanden statt. Doch passiert sei seitdem nichts, so die Landwirte. Erneut brannten deshalb bundesweit zahlreiche Mahnfeuer.

Mitorganisator Matthias Schmidt

Tanns Bürgermeister Mario Dänner

Auch in der Rhön demonstrierten die Landwirte. Nahe Tann-Schlitzenhausen fanden sich Dutzende, die ihrer Forderung auch im neuen Jahr Nachdruck verleihen wollten. „Wir möchten, dass die verschärfte Düngeverordnung noch einmal überdacht wird“, erklärt Mitorganisator Matthias Schmidt. Dies bedeute jedoch nicht, dass man sich gegen Umweltschutz stelle. „Ohne Umwelt gibt es keine Zukunft“, so Schmidt. „Die Änderungen müssen jedoch nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Industrie stattfinden.“

Landtagsabgeordneter Thomas Hering

Steffen Zengerle aus Dipperz pflichtet ihm bei: „Wir wollen auch im neuen Jahr nicht nachlassen und Zusammenhalt zeigen. Es geht um einen Berufsstand und unsere Existenzen.“

Auch Vertreter der osthessischen Politik waren vor Ort. Tanns Bürgermeister Mario Dänner lobte die Organisation des „Flashmobs“. Kundgebungen wie diese dürften nicht nur in Berlin oder Wiesbaden, sondern auch auf dem Land stattfinden. „Wir müssen zeigen: Wir sind da und tun wichtige Dinge.“

Thomas Hering, Landtagsabgeordneter der Regierungspartei CDU, räumt ein: „Zukünftig müssen wir die Landwirte noch stärker in die Thematik und die Diskussion einbinden und jegliches Lagerdenken vermeiden. Schließlich sind die Landwirte ein fester Bestandteil in unserer Region. Klar ist auch: Wir hätten den Landwirten in den Koalitionsverhandlungen eine noch stärkere Stimme geben müssen. Das müssen wir uns auf die Fahnen schreiben, auch wenn wir hier vor Ort mit den Landwirten in engem Kontakt stehen.“

Gerechnet hatte das neunköpfige Organisationsteam mit lediglich 20 Traktoren und 50 Demonstranten. Am Ende wurden es weit mehr. Das Mahnfeuer war auch in den umliegenden Orten sichtbar. (fr)+++


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