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Heiko Grauel aus Dreieich ist die neue Stimme der Deutschen Bahn - Fotos: Moritz Pappert

FRANKFURT AM MAIN 14.000 Sätze in zwei Wochen

Die neue Stimme der Bahn: Heiko Grauel macht die Durchsagen am Bahnsteig

08.01.20 - "Vorsicht an der Bahnsteigkante": Wenn Sie diesen Satz auf einem der über 5.700 deutschen Bahnhöfe hören, ist er schon bald von Heiko Grauel aus Dreieich (Offenbach). Der 45-Jährige ist die neue Stimme der Deutschen Bahn. Am Dienstag wurde er bei einer Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt.

Blick auf den Hauptbahnhof in Frankfurt ...

Pressekonferenz am Mittwoch in Frankfurt am ...

Zwei Wochen hat es gedauert, bis Heiko Grauel 14.000 Sätze in einem Frankfurter Tonstudio eingesprochen hat. Darunter waren auch lustige Sätze wie "die restlichen Kräuter grob abzupfen". Der Grund: Die Sätze werden zerhackt. Daraus werden dann per "text-to-speech" beliebige Wörter erstellt. Somit lassen sich flüssigere und vielfältigere Texte erstellen. Bisher wurden lediglich einzelne Wörter aneinandergefügt.

"Es ist schon ein besonderes und bestätigendes Gefühl. Der Unterschied zu anderen Sprecher-Jobs ist aber gar nicht so groß. Hier musste ich darauf achten, immer im gleichen Duktus zu sprechen", sagt Heiko Grauel. Der gebürtige Hesse ist seit 1993 professioneller Sprecher für Formate wie "Das aktuelle Sportstudio" oder "Terra X". In einem Auswahlverfahren hat er sich gegen über 100 Bewerber durchgesetzt. Die Jury bestand aus Bahn-Mitarbeitern, Kunden und Akustik-Experten. 

Daniel Labahn, der Leiter des Projekts Reisendeninformation bei den Personenbahnhöfen, erklärt, dass die neue Stimme im Rahmen verbesserter Reiseinformationen angewendet wird. Derzeit ist die Stimme von Heiko Grauel schon in Wolfsburg zu hören. In den nächsten Jahren sollen dann bis 2022 an allen 5.700 Bahnhöfen in Deutschland Lautsprecherdurchsagen von dem Hessen ertönen. Das Rhein-Main-Gebiet soll noch in diesem Jahr dazu kommen. "Es müssen erst bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, dass wir die Lautsprecherdurchsagen umstellen können. Deshalb dauert das so lange", so Daniel Labahn. 

Bis 2022 soll es unter anderem auch übersichtlichere Anzeigen mit neuem Design und somit bessere Informationen an Bahnhöfen geben. Auf Infotafeln soll visuell die baldige Zugabfahrt angekündigt werden. (Moritz Pappert)+++


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