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Am Eichhof und am Johannesberg sollen zukünftig Schallschutzwände und geräuschschluckender Asphalt für weniger Lärm sorgen. - Archivfoto: Stefanie Harth

BAD HERSFELD Besser vom Krach abgeschirmt?

Umfassender Lärmschutz: weiterer A 4-Abschnitt zum Ausbau genehmigt

15.01.20 - Bad Hersfeld soll deutlich besser vom Verkehrslärm der A 4 abgeschirmt werden. Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch mitteilte, ist der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Abschnitts Bad Hersfeld-West unterzeichnet. „Für die direkt an der Autobahn liegenden Wohngebiete Eichhofsiedlung und Johannesberg sind zehn Meter hohe Lärmschutzwände angeordnet, auf dem gesamten Abschnitt wird geräuschschluckender offenporiger Asphalt verlegt, der die Lärmbelastung im gesamten Stadtgebiet deutlich reduzieren wird“, erläuterte der Minister. Bei 80 Gebäuden sind zusätzlich passive Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen.  

Der 3,9 Kilometer lange Abschnitt erhält eine neue Fahrbahn, Standstreifen und an den Steigungen zusätzliche Fahrstreifen. Die beiden Brücken über die B 62 und die Fulda werden erneuert; sie sind über 70 Jahre alt und nicht für die heutigen Verkehrsbelastungen ausgelegt.  

Die Gesamtkosten werden auf 96,4 Millionen Euro veranschlagt und vom Bund getragen. Sie umfassen auch Kompensationsmaßnahmen für die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in die Natur, den Bau von Regenrückhaltebecken und den Neubau der Park- und WC-Anlage Johannesberg. 

Das Vorhaben ist Teil des aus sechs Abschnitten bestehenden Ausbaus der A 4 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Anschlussstelle Wildeck-Obersuhl. Die Abschnitte Kirchheim und Friedewald sind fertiggestellt, am Kirchheimer Dreieck wird gebaut und im Abschnitt Hersfeld-Ost haben die Vorarbeiten begonnen. Der Abschnitt Wildeck befindet sich noch im Planfeststellungsverfahren. Ein vollständiger sechsstreifiger Ausbau ist mit dieser Maßnahme nicht verbunden.  

Der Planfeststellungsbeschluss wird mit den zugehörigen Unterlagen von Freitag, 17. Januar, bis Freitag, 31. Januar, in Bad Hersfeld und Hauneck öffentlich ausgelegt. Danach mit beginnt eine einmonatige Frist zur Einlegung von Rechtsmitteln. Vorarbeiten wie Rodungen und Leitungsverlegungen sollen noch in diesem Jahr anlaufen. Die vollständige Umsetzung des Projekts wird voraussichtlich bis zum Jahr 2027 dauern.

Rekordmittel für Hessens Straßen
 
In diesem Jahr werden voraussichtlich über eine Milliarde Euro in Erhalt sowie Um-, Aus- und Neubau von Straßen und Brücken in Hessen fließen - mehr als je zuvor. Allein 132 Millionen Euro sind für die Landesstraßen vorgesehen, der Rest für Autobahnen und Bundesstraßen. Die Vorhaben summieren sich auf eine Länge von 315 Kilometern. (pm)+++


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