Vorstandsmitglieder Werner Braun, Ralph Kehl und Helmut Euler - Foto: VR Bank Hessenland

ALSFELD Digitales Sparschwein 'My Piggy'

VR Bank Hessenland zieht Bilanz "Gute Marktposition, Ertragsziel erreicht"

19.01.20 - "Ein verrücktes Jahr liegt hinter uns" - so fasst Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Hessenland , das vergangene Geschäftsjahr zusammen. In Zeiten der Digitalisierung, der Niedrigzinsen, dem sich verändernden Wettbewerbsumfeld und dem steigenden Aufwand durch Regulierung stehe die VR Bank Hessenland dennoch gut da. "Wir haben eine gute Marktposition und auch das Volumen- und Ertragsziel haben wir erreicht", resümiert Euler beim Bilanzpressegespräch am Freitag.

Grafik: VR Bank Hessenland

Das Geschäftsjahr 2019 habe sich nach Angaben des Vorstands nahtlos an die gute Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre angeschlossen. Die Kennzahlen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen würden sich - trotz der besonderen Herausforderungen in der Branche - weiterhin im vorderen Bereich des Finanzdienstleistungsgewerbes befinden. Doch trotz der guten Bilanz aus 2019 weiß Euler: "Vor uns liegen schwierige Jahre." In diesem Zusammenhang nennt er beispielsweise die Entwicklung der Bundesanleihe im letzten Jahr, die es im Durchschnitt auf nicht mehr als -0,33 Punkte brachte - "das sind historische Tiefstwerte". Die Erwartung an eine bevorstehende Zinswende sei verflogen. Für den DAX hingegen "war es ein gutes Jahr - sogar eines der besten" - mit insgesamt 2.669 Punkten.

Geschäftsentwicklung der VR Bank Hessenland

In vielen Sparten konnte die Bank Wachstum verzeichnen: Die betreuten Kundeneinlagen stiegen beispielsweise um sechs Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. Auch das Vermögen in den Kundendepots erhöhte sich aufgrund des guten Börsenjahres und Zuflüssen um 18 Prozent auf 390 Millionen Euro. Die klassischen Bankguthaben wuchsen lediglich um 2,3 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro, "was vor dem Hintergrund der Negativzinsentwicklung nachvollziehbar ist". Die Kreditneuzusagen erzielten sowohl bezüglich des Volumens mit 211 Millionen Euro als auch der Vertragsanzahl von 2.185 Bestmarken.

Durch die Wirtschaftskraft der Bank fließen 5,1 Millionen Euro Ertragssteuern, davon 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer, in die öffentlichen Kassen: "In Alsfeld sind wir sogar der größte Steuerzahler." Die Bank unterstützte im Jahr 2019 auch wieder etliche Vereine und Institutionen mit Spenden in Höhe von insgesamt 199.000 Euro. "Vor dem Hintergrund der permanent wachsenden regulatorischen Anforderungen an das Eigenkapital liegt auch in den Folgejahren die höchste Priorität in der Steuerung der Eigenkapitalquote", erklärt Vorstandsmitglied Ralph Kehl. Die neuen Geschäftsfelder entwickeln sich planmäßig. Der Bereich Immobilienmanagement umfasst derzeit ein Volumen von rund 80 Millionen Euro, davon wurden bereits 63 Millionen in Projekte in der Region investiert - beispielsweise in den neuen Drogeriemarkt Rossmann in Homberg (Ohm).

Digitalisierung wird groß geschrieben

"Umfangreiche Investitionen in Digitalisierungsprojekte stehen bei der VR Bank Hessenland rückläufigen Personalaufwendungen gegenüber", bringt es Vorstandsmitglied Werner Braun auf den Punkt. "Die Vorbereitung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten beschäftigt uns zunehmend". Denn gerade in der digitalen Welt gibt es eine große Veränderung im Kundenverhalten. "Zum Beispiel ist das kontaktlose Zahlen mit der Girocard beim Verbraucher angekommen. Es ist ein regelmäßiger Bestandteil und eine schöne Entwicklung, die zeigt, wo der Weg hingeht." Veränderungen des Kundenverhaltens lassen sich auch in der App feststellen. "Für den Großteil ist es heutzutage ganz normal, Transaktionen mit dem Smartphone durchzuführen." Deshalb steigt auch die Zahl der App-Nutzer jeden Monat kontinuierlich an.

Eine weitere Neuerung verspricht die Bank für 2020: "Dieses Jahr wird es ernst, denn 'My Piggy' auf den Markt kommt", freut sich Braun. Das digitale Sparschwein mit der dazugehörigen Plattform myFamilyFinance für Eltern und Kinder soll eine App für die ganze Familie werden. "Sie soll eine Schnittstelle für Familien sein und die Kommunikation in Sachen Finanzen verbessern." Das hochwertige IT-Produkt ist für die Bank ein "Riesen-Projekt", in das sie mehrere Millionen Euro investiert hat. (Luisa Diegel) +++


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