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- Foto: dpa / Daniel Reinhardt

FRANKFURT/M. Große Enttäuschung!

Entscheidung in Berlin gefallen: Rhein-Main-Metropole verliert die IAA

30.01.20 - Lange Gesichter in Frankfurt am Main. Die hessische Metropole hat nach Jahrzehnten die IAA verloren und wird die internationale Autoschau 2021 nicht ausrichten. Das hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Berlin entschieden und sorgt landesweit für Fassungslosigkeit. Zuletzt stand die Ausstellung in der Kritik und wurde auch durch Proteste belagert.

Sieben Städte haben um die IAA-Ausrichtung im kommenden Jahr gekämpft. Aus dem Rennen sind neben dem bisherigen Gastgeber Frankfurt auch Köln, Stuttgart und Hannover. In die engere Auswahl rücken nun Berlin, Hamburg und München. Neben dem Pariser Autosalon, der Detroit Auto Show, dem Genfer Auto-Salon und der Tokyo Motor Show ist die IAA eine der größten und international bedeutendsten Automobilfachmessen der Welt.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagt auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage: "Das Frankfurter Konzept war gut. Wir müssen die Entscheidung des VDA akzeptieren. Offensichtlich will der Verband eine grundsätzliche Neuorientierung."

Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent, Markus Frank (CDU), hat im Hessischen Rundfunk erklärt: "Wir sind enttäuscht." Man habe alles gegeben, was eine Stadt geben könne - auch mit Unterstützung der Landesregierung. In BILD sagt er weiter: "Dieser schwere Tag lehrt, dass alles, was eine Stadt an Institutionen und Veranstaltungen hat, gepflegt werden muss."

Frustriert über den IAA-Verlust ist auch Nils Kößler, CDU-Fraktionschef im Römer. Er macht Frankfurts SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann dafür verantwortlich und erklärt ebenfalls in BILD: "Er hätte das Thema sofort zur Chefsache machen müssen. Im Rhein-Main-Gebiet hängen direkt oder indirekt tausende Arbeitsplätze an der IAA, von den Messebauern bis zur Hotellerie und den Taxifahrern. Die monatelange Untätigkeit von Peter Feldmann ist unverantwortlich und unsozial gewesen."

Der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert aus Hanau (Main-Kinzig-Kreis) ist wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Er findet ebenfalls deutliche Worte: "Ich bin davon überzeugt, dass Oberbürgermeister Peter Feldmann mit seiner überzogenen und deplatzierten Kritik die größte und bedeutendste Messe aus der Stadt Frankfurt vertrieben hat. Damit hat er dem Ansehen der Stadt, der hiesigen Wirtschaft und auch der Messegesellschaft, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist, massiv geschadet."

Wer den Zuschlag für die IAA 2021 bekommt, ist noch unklar. Die finale Entscheidung fällt im März. (Christian P. Stadtfeld) +++


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