Sollen zusammen gegessen haben: Bürgermeister Thomas Fehling, seine Frau und Dieter Wedel (vonlinks) - Fotomontage: O|N-Grafik

BAD HERSFELD Beweismittel Bewirtungsbeleg?

Jochen Kreissls "delikate" Anfrage zum Wedel-Treffen mit dem Bürgermeister

31.01.20 - Jetzt wird es richtig „delikat“: Abermals ist der von HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff verfasste Kommentar (erschienen am 27. Juli 2019 in der Rubrik „Zwischen den Zeilen“), in dem ein Treffen zwischen Bürgermeister Thomas Fehling und dem Ex-Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Dieter Wedel, im Sommer letzten Jahres thematisiert wurde, Auslöser für mächtigen Wirbel in der Lullusstadt.

Alles drehte sich damals um die Frage, ob Wedel „auf Einladung des Bürgermeisters“ in Bad Hersfeld weile. „Nein“, sagte der Rathauschef, beschwerte sich beim Presserat und erwirkte prompt eine vorläufige Missbilligung gegen die hiesige Tageszeitung.

Mächtig Öl ins Feuer gießt der fraktionslose Stadtverordnete Jochen Kreissl (NBL), der in einer Anfrage an den Magistrat detaillierte Aufklärung über einen gemeinsamen Restaurantbesuch des Bürgermeisters, dessen Ehefrau Gabriele Schäfer und des ehemaligen Festspielintendanten im Juli 2019 verlangt, bei dem der aktuelle Intendant Joern Hinkel nicht zugegen gewesen sei. Ein entsprechender Bewirtungsbeleg liegt Kreissl laut eigener Aussage vor. Darüber, wie er an die Quittung gekommen ist, wird in der Kreisstadt derzeit wild spekuliert. Von einer „undichten Stelle“ in der Stadtverwaltung ist die Rede...

Jochen Kreissls Anfrage im Wortlaut:

„1. Trifft es zu, dass der Bürgermeister, seine Ehefrau und Herr Dr. Wedel sich am 29. Juli 2019 im Parkhotel ‚Zum Stern‘ in Oberaula trafen?

2. Trifft es zu, dass sich Herr Dr. Wedel hierbei auf Einladung des Intendanten Hinkel in Bad Hersfeld befand?

3. Ist Herr Hinkel städtischer Mitarbeiter in seiner Funktion als Intendant und ist eine Einladung des Intendanten Hinkel dann eine solche der Stadt Bad Hersfeld?

4. Trifft es zu, dass anlässlich des Verspeisens eines warmen Forellenfilets, eines Filetsteaks und eines Rehrückens ‚Ideen für die Festspiele besprochen‘ wurden?

5. Trifft es zu, dass die Rechnung, welche sich zuzüglich eines Trinkgeldes auf 158,10 Euro bezifferte, von der Kreisstadt Bad Hersfeld beglichen bzw. gegenüber dem zahlenden Gast jenes Treffens erstattet wurde?

6. Trifft es zu, dass als ‚Anlass der Bewirtung‘ angegeben wurde: ‚Ideen für Festspiele besprochen‘?

7. Warum wurde der Intendant Hinkel zu diesem Treffen nicht eingeladen?

8. Welche ‚Ideen für die Festspiele‘ wurden besprochen?

9. Hat die bei dem Treffen anwesende Gabriele Schäfer die Verköstigung aus eigenen Mitteln gezahlt oder wurde der auf Frau Gabriele Schäfer entfallende Betrag ebenfalls aus der städtischen Kasse beglichen?“

OSTHESSEN|NEWS hat nachgehakt: Wie Stadtsprecher Meik Ebert mitteilt, wird sich Bürgermeister Thomas Fehling zur Thematik in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend, 6. Februar, öffentlich äußern. (pm / sh) +++


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