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Das 650-Einwohner-Dorf feiert in diesem Jahr großes Jubiläum. - Fotos: Luisa Diegel

GEMÜNDEN (FELDA) Historie, Gegenwart und Menschen im Fokus

Ein Dorf feiert 1.250-jähriges Jubiläum: Nieder-Gemünden im Wandel der Zeit

01.02.20 - Für die 650 Einwohner im ländlichen Nieder-Gemünden ist das Jahr 2020 ein ganz besonderes: ihr Dorf feiert 1.250-jähriges Jubiläum. Ein Jubiläum bringt meist auch eine Festschrift mit sich - worauf das Komitee dieses Mal jedoch verzichtet. Im Fokus soll stattdessen ein mehrteiliger Auszug aus der Geschichte und der Gegenwart des Dorfes stehen. "Diese werden dann im Laufe des Jahres veröffentlicht", erklärt Bernd Reitz, der bereits fleißig am Schreiben ist.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Serie: ...

Als vor 50 Jahren das große 1.200-jährige Jubiläum gefeiert wurde, war eine aufwendig gestaltete Festschrift Teil des Festaktes. Dieses Mal hatte das Festkomitee eine ganz andere Idee, um auf das Geschehen in Nieder-Gemünden, sei es Historie, Gegenwart oder Menschen, aufmerksam zu machen. Eine Serie von verschiedenen Artikeln, die den Ort beleuchten, soll im Laufe des Jahres erscheinen - geschrieben vom Nieder-Gemündener Urgestein Bernd Reitz. Den ersten Teil hat er bereits fertig, derzeit sitzt er am nächsten Beitrag. "Im ersten Teil geht es um die graue Vorzeit bis hin zur ersten urkundlichen Erwähnung. Darauf folgt der nächste Artikel: von der urkundlichen Erwähnung bis hin zur Gegenwart", erzählt er im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. In mindestens sechs Teilen möchte er Nieder-Gemünden in den Fokus stellen, mit all seinen verschiedenen Facetten. Egal ob Schulen, Kirchen, der Verkehr oder die ansässigen Firmen - all das soll Teil der etwas anderen Nieder-Gemündener Festschrift werden.

Der 61-Jährige hat schon etliche Stunden damit verbracht, sich in die Geschichte Nieder-Gemündens einzulesen. "Das Archiv in Burg-Gemünden war mir dafür eine große Hilfe." Aber auch persönliche Gespräche mit den Einwohnern, das Heimatbuch oder Festschriften der vergangenen Jubiläen haben dazu beigetragen, verschiedene Epochen und Themen, beispielsweise das Entstehen, die Entwicklung und das Leben des Dorfes den Lesern näher zu bringen.

"Oft verlese ich mich und aus zwei Stunden werden schon mal mindestens doppelt so viele", schmunzelt er. Verständlich, denn als waschechter Nieder-Gemünder, der sogar dort in seinem Elternhaus geboren wurde, interessiert er sich besonders für die Geschichten und Menschen seiner Heimat. Auch Orte wie Moskau oder Washington konnten ihn nicht halten, er fand immer wieder den Weg zurück in das kleine Dorf in der Gemeinde Gemünden (Felda).

Am Sonntag wird O|N den ersten Teil der Serie veröffentlichen.

Jubiläum prägt das Jahr 2020 in Nieder-Gemünden

Das Jahr 2020 ist noch jung - dennoch wird in Nieder-Gemünden für das große Jubiläum schon fleißig geplant und vorbereitet. Viele Bürger haben sich gefunden und engagieren sich, dass das Fest in einem würdigen Rahmen gefeiert wird. "Der Höhepunkt wird am 30. August sein, dort findet ein stehender Festzug statt", freut sich erster Vorsitzender des Festkommers, Björn Stroh. "Der alte Ortskern wird gesperrt und auf den Höfen stellen wir verschiedene Attraktionen vor - beispielsweise altes Handwerk oder ein historisches Riesenrad." Außerdem gibt es im Sommer einen großen Festkommer in der Mehrzweckhalle oder einen geschichtlichen Ortsrundgang in Nieder-Gemünden. (Luisa Diegel) +++


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