EICHENZELL Herzschlag-Finale!

Johannes Rothmund strahlt - erster CDU-Bürgermeister seit 24 Jahren

10.02.20 - Die Auszählung im Eichenzeller Schlösschen am Sonntag hat den Titel "Wahlkrimi" wirklich verdient: die beiden Bewerber um das Bürgermeisteramt lieferten sich ein derart dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen, das niemand eine Prognose wagte, solange noch nicht alle Ortteile ausgezählt waren. Kurz vor 19 Uhr war es schließlich soweit: Johannes Rothmund (CDU) stand mit einem hauchdünnen Vorsprung von 90 Stimmen als Sieger fest. Erste Reaktion seines Kontrahenten Lutz Köhler, der als parteiloser Bewerber für die SPD ins Rennen gegangen war? Er gratulierte Rothmund wie es sich für einen fairen Verlierer gehört und bestätigte sofort, dass dieser Wahlkampf auf Augenhöhe und sachlich fair geführt wurde.

Britta Rothmund hat ihren wahlkämpfenden Gatten ...Fotos: Carina Jirsch

Freude bei Markus Meysner, Heiko Wingenfeld ...

Frederik Schmitt und Lutz Köhler

Dieter Kolb ist offenbar erleichtert

Kurz danach erschien der strahlende Sieger mit Frau und Kindern und wurde mit großem Beifall im vollbesetzten Kultursaal des Schlösschens begrüßt. Er hatte die spannende Auszählung von Welkers aus verfolgt. Während er sich zuerst bei seinen Unterstützern und Wählern bedankte, rief ihm Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zu: "Und bei Deiner Familie auch!" Oh ja, bestätigte Rothmund sofort, seine Frau habe ihn während des anstrengenden Wahlkampfs nur sehr wenig zu sehen bekommen und ihm den Rücken freigehalten. "Ich hätte Dich später schon noch daran erinnert", unterbrach Britta Rothmund ihren Gatten unter großem Gelächter der Anwesenden.

Viele Bürgermeisterkollegen waren ins Schlösschen gekommen: ...

Während der nun scheidende Bürgermeister Dieter Kolb daran erinnerte, dass es noch kein amtliches Endergebnis der Wahl gebe, Rothmund gleichwohl herzlich gratulierte und eigens erwähnte, dass er sich freue, dass Lutz Köhler schon seine Bereitschaft signalisiert habe, auch weiter im Eichenzeller Gemeindeparlament mitzuarbeiten, schob sich die unübersehbare Schar der Gratulanten langsam nach vorn. Vor allem von seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis Fulda, die nahezu vollzählig vertreten waren, gab es großes Hallo und Gratulationen. Wein, Blumen und auch ein Schwartemagen wechselten den Besitzer. Landrat Bernd Woide bekannte freimütig, er habe leider kein Geschenk dabei. "Aber Bürgermeister in Eichenzell und im Kreis Fulda zu sein, ist ja auch Geschenk genug", befand er.

Sichtliche Enttäuschung zeigten viele der anwesenden SPD-Mitglieder, die sich bei der Auszählung vor allem der Ergebnisse im Kernort bis zum Schluss große Hoffnungen auf einen Sieg Lutz Köhlers gemacht hatten.  Dass er hier nicht punkten konnte, gab auch Rothmund unumwunden zu. "Lutz Köhler ist hier in Eichenzell allseits bekannt, da hatte er einen klaren Heimvorteil." Er hoffe, sagte der designierte neue Bürgermeister, dass es ihm mit guter Sachpolitik gelinge, dass auch diese Wähler in sechs Jahren  "an anderer Stelle" machen würden. Unüberbrückbare Gräben habe es im Wahlkampf nicht gegeben, deshalb sehe er nach vorn und wolle sich im Juni, wenn seine Amtszeit tatsächlich losgehe, zuerst mit dem Haushalt beschäftigen. Jetzt starten erstmal die Gespräche mit Dieter Kolb und den Mitarbeitern, um sich im neuen Amt zu orientieren. "Aber heute Abend wird jetzt erstmal richtig gefeiert", sagte Rothmund und strahlt.(Carla Ihle-Becker) +++ 


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