Das Stadtfest 2018 in Alsfeld. - Archivbilder: Hans-Hubertus Braune / Luisa Diegel

ALSFELD Stadt will Vereine mit ins Boot holen

Wie geht es mit dem Stadtfest in Zukunft weiter? "Wir fangen bei 0 an"

13.02.20 - Bis zum nächsten Alsfelder Stadtfest vergeht noch ein halbes Jahr - dennoch muss die Stadt in diesem Jahr besonders früh mit den Planungen beginnen. Denn das Fest wird am ersten Augustwochenende erstmals von der Stadt Alsfeld in Eigenregie organisiert. Diese möchte nun auch wieder die örtlichen Vereine mit ins Boot holen, um die Zukunft des Alsfelder Stadtfestes zu gestalten. "Doch erst einmal geht es um das Fest in diesem Jahr", wie Wirtschaftsförderer Uwe Eifert beim ersten Zusammentreffen mit Stadt und Vereinen erklärt.

Uwe Eifert erklärt die ersten Überlegungen ...

Etwa 60 Vereinsvertreter - der Verkehrsverein, die örtlichen Feuerwehren, der Carnevals Club, der Obst- und Gartenbauverein, oder der Sportverein - sind der Einladung am Mittwochabend in die Feuerwache gefolgt und brachten ihre ersten Ideen ein. Doch erst einmal stellte Eifert einen groben Rahmen vor: "Der Marktplatz, der Schwälmer Brunnen und das Museum stehen in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Außerdem sind alle bisherigen Vereinbarungen aufgehoben, nachdem der Verkehrsverein als Organisator nicht mehr zur Verfügung steht. Das Budget der Stadt für das Fest liegt bei 3.000 Euro. Dazu kommt, dass keine Sperrung der Marburger- und der Altenburger Straßen erfolgen kann. Wir fangen also bei null an", fasst er kurz und knapp zusammen.

Die Priorität Nummer eins der Stadt Alsfeld lautet, die Vereine wieder in die Organisation mit einzuplanen. "Unser Wunsch ist aber dennoch eine Dachveranstaltung mit einem einheitlichen Sicherheitskonzept." Erste Gedanken hatte sich die Stadt bereits vor dem Treffen gemacht: "Vielleicht könnte der Samstagmittag/nachmittag mit einem Kinderstadtfest beginnen, abends gibt es dann in verschiedenen Locations Musik, Essen und Trinken - die Stände könnten von den Vereinen betrieben werden. Das Dachgebilde würde die Stadt bilden - heißt Marketing, Wegweisen, Straßensperrungen oder Toiletten. Die Vereine könnten dann die verschiedenen Säulen bilden."

"Es kommt so vor, als wäre das alles ins Blaue herein geplant und in kurzer Zeit soll alles umgedreht werden, was nicht möglich ist", so eine Stimme nach Eiferts Präsentation. Den Vereinsvertretern lag nämlich erst einmal etwas ganz anderes auf dem Herzen: Wie sieht es mit dem Geld aus? Wie groß ist das wirtschaftliche Risiko für die Vereine? Wer trägt die Kosten für Abwasser, Strom, GEMA oder Security? "Wir müssen einen Rahmen schaffen, um rechtlich und sicher arbeiten zu können", sind sich die Vertreter einig. Das Interesse der Vereine, sich in diesem Jahr wieder auf dem Stadtfest präsentieren zu können, ist da - "dafür müssen aber im Vorfeld verschiedene Komponenten geklärt werden". Eifert sicherte zu, dass die Stadt Kosten für Security oder Marketing übernimmt, die Verbrauchskosten seien jedoch vom Verein zu tragen. "Ein Stück Risiko ist bei solchen Veranstaltungen immer dabei", so Eifert.

Doch es gehe nicht nur ums Geld. "Bei vielen Vereinen ist auch nicht mehr die Men-Power da, um sich zu präsentieren." Denn das Fest fiele auch immer in die Ferienzeit, wie sowieso schon viele Mitglieder im Urlaub sind. "Die Vereine sollen sich so wenig wie möglich mit dem 'Drumherum' herumschlagen müssen", verspricht Eifert. In erster Linie ginge es darum, in einem Orga-Team, wo möglichst ein Vereinsmitglied vertreten sein sollte, Locations festzulegen und ein Programm auf die Beine zu stellen. "Vielleicht sollten wir gemeinsame Getränkepreise besprechen, auch das Essen und die Musik sollte abgestimmt werden, um es für die Besucher attraktiver zu gestalten." - "Vielleicht wäre es eine Idee, etwa vier Hauptlocations auszuweisen, bei denen sich etwa drei Vereine als gemeinsame Akteure für Essen, Trinken und Musik kümmern." 

Der Alsfelder Carnevals Club sicherte als erstes seine diesjährige Teilnahme zu. "Wir möchten gerne unseren Stand am Grabbrunnen betreiben - und versorgen die Besucher mit einem Komplettpaket." Auch der Rockmusikverein möchte in diesem Jahr wieder Teil des Alsfelder Stadtfestes im Klostergarten sein. Ebenso der Verein Friedensquelle Vogelsberg oder die Oldtimerfreunde haben durchaus Interesse, am Stadt- und Heimatfest mitzuwirken. "Mal sehen was im zweiten Schritt passiert" - denn bis zum 04. März sollen die Alsfelder Vereine bei der Stadt ihr Interesse bekunden, um die Planung im Detail weiter fortzuführen. (Luisa Diegel) +++


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