120 Gäste der CDU kamen ins Antonius-Café zum Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes - Alle Fotos: Martin Engel

FULDA Neujahrsempfang beim CDU-Stadtverband

Staatssekretär Dr. Güntner: "Es wird das Jahrzehnt der Digitalisierung"

15.02.20 - Wie sieht die Zukunft in diesem Jahrzehnt aus? Wie will Deutschland den Wandel schaffen? Antworten auf die spannenden Fragen der vielfältigen technischen Entwicklungen lieferte am Freitagabend Dr. Michael Güntner, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands Fulda. "Wir wollen mehr Mobilität, weniger Verkehr", fasste Güntner zusammen.

Dr. Michael Güntner, Staatssekretär im Bundesministerium ...

Rund 120 Gäste kamen ins Antonius-Café, um zunächst einen kleinen Rückblick zu halten, die Gegenwart zu analysieren und in die Zukunft zu schauen. Zunächst begrüßte Bürgermeister Dag Wehner als Vorsitzender des Sadtverbandes die zahlreichen Gäste. Unter ihnen auch Landrat Bernd Woide, der Bundestagsabgeordnete Michael Brand, Landtagsabgeordneter Thomas Hering, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und seine Vorgänger Gerhard Möller, Dr. Wolfgang Hamberger und Dr. Alois Rhiel.

Gedenken an ermorderten Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke


"Es gab im vergangenen Jahr viel Licht in der Stadt, aber auch Schatten." Dag Wehner sprach die Ermordung des ehemaligen Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke an. Die Versammlung erhob sich zu einer Gedenkminute. Wehner, dem die CDUler nochmals zur Wiederwahl als Bürgermeister der Stadt gratulierten, spannte den Bogen von der Weltpolitik (Diskussion Brexit, Eskapaden Trump), der schwierigen Koalition in Berlin und den innerpolitischen Herausforderungen innerhalb der CDU (Kanzlerfrage) zur Stadtpolitik. Hier nannte er wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie Schulmodernisierungen, Digitalisierung oder Kindertagesstätten-Ausbau. Zudem laufen die Vorbereitungen auf den Hessentag (2021) und Landesgartenschau (2023), aber auch für die Kommunalwahl und Oberbürgermeister-Wahl voraussichtlich im März 2021.

Mit dem OB im Kindergarten


Staatssekretär Güntner ging in seinem Impulsvortrag auf die Themen Mobilität und Digitalisierung ein. Güntner stammt aus Fulda - er ist zum Beispiel mit Wingenfeld in eine Kindergartengruppe in Fulda gegangen - und lebt seit 15 Jahren in Berlin. "Fulda ist und bleibt meine Heimat", sagte Günther, der den Besuch in Osthessen auch nutzte, um seine Verwandtschaft im Fuldaer Land zu besuchen. Er kennt also die Situation in Fulda und der Region.

Mobilität: Wasserstoff in den Fokus rücken


"Wir fördern massiv alternative Antriebsarten, nicht nur die Elektromobilität", sagte Güntner. Dem Wasserstoff gehöre die Zukunft. Er machte aber auch deutlich, dass es schneller gehen müsse. Deutschland müsse hier vorne dran bleiben. Die Förderung werde forciert. Die Industrie müsse aber auch Gas geben, insbesondere in Deutschland, um von der internationalen Konkurrenz nicht abgehängt zu werden.

Der Gewinner sei aber die Schiene, der Bund investiere so viel Geld wie nie zuvor in die Infrastruktur. Ein zentrales Thema ist der Klimaschutz ("da sind wir lange dran"). Er machte deutlich: "Wir wollen keine Verbote, sondern die Mitmenschen mitnehmen." Zudem wolle man mehr Geld in den Nahverkehr und den Radverkehr investieren.

Digitalisierung vom Breitband bis Flugtaxis

Bei der Digitalisierung stehe man noch am Anfang. In diesem Jahrzehnt werde sich viel bewegen. Als Beispiele nannte Güntner die Vereinfachung der Parkplatzsuche in Städten, mehr Effizienz bei der Logistik, Mobilitätspakete oder automatisierte Fahrzeuge ("Einstieg in diesem Jahrzehnt"). Er wolle keine Angst verbreiten, aber am Ende des Jahrzehnts solle es auch autonome Transporte - etwa Flugtaxis  - geben. Zunächst steht aber der Breitbandausbau im Fokus. Von autonom fliegenden Transportmitteln scheint Deutschland noch weit entfernt.

Die Digitalisierung werde die einzige Möglichkeit für den ländlichen Raum sein mitzuhalten. Über 3 G und 4 G soll das 5 G-Netz kommen, welches für die Zukunft der Digitalisierung wichtig ist - gerade für die Unternehmen und Industrien. "Mit 5 G kann alles gehen", sagte Günther. Datenübertragungen in Echtzeit sei das Ziel. "Wir sollten an uns glauben", sagte Güntner, auch wenn die Herausforderungen groß sind. Gerade wenn es um den Ausbau des Breitbandes geht.

Viele Herausforderungen erschweren die Umsetzung, etwa die langen Planungszeiten und Bauzeiten. Die Mobilität und Digitalisierung seien kein Selbstzweck.

Die Fraktionsvorsitzende Patricia Fehrmann sprach die Themen Bahnstandort Fulda, Bahnhof, aber auch den Netzausbau an. Dass die wichtigen Zukunftsfragen rund um Mobilität, Klimaschutz und Digitalisierung die Menschen bewegen, machte auch die intensive Talkrunde deutlich. (Hans-Hubertus Braune) +++


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