Sebastian Sommer, Vorsitzender der JU - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Politischer Aschermittwoch der CDU

Sebastian Sommer (JU): "Müssten am Renteneintrittsalter drehen"

27.02.20 - Zum politischen Aschermittwoch hatte der Fuldaer CDU-Stadtverband am Mittwoch in die Grillenburg geladen. Gastredner des Abends: Sebastian Sommer, Vorsitzender der Jungen Union Hessen.

Angela Merkel, begann Sommer, habe alles dafür getan, um möglichst lange zu regieren. „Bei einigen Parteimitgliedern kam ihr Führungsstil nicht gut an, im Verborgenen brodelte es schon länger.“ Die Wahl Thomas Kemmerichs (FDP) zum Thüringer Ministerpräsident sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. „Ganz ehrlich, für die CDUler hätte es bei dieser Wahl überhaupt kein richtiges Wahlverhalten geben können.“ Weder hätte man den Kandidaten der AfD wählen noch Bodo Ramelow, etwa mit dem Enthalten von Stimmen, zum Chefposten verhelfen können. „Meines Erachtens war die einzig richtige Entscheidung, Thomas Kemmerich zu wählen.

Dennoch, betonte Sommer, müsse man eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen. „Wir dürfen uns nicht mit Radikalen verbünden.“ Aber auch eine Kooperation mit den Linken käme nicht infrage. „Sollen wir etwa nochmal alle Mauertoten zählen? Oder aus der Nato austreten?“

Zum aktuellen Führungsspitzengezanke sagte Sommer: „Wir haben in der vergangenen Zeit genügend Wählerstimmen verloren, ich glaube kaum, dass die Bürger uns nun wochenlang beim Streiten zusehen wollen.“ Auch wenn sich kein Wunschkandidat unter denen befände, die sich um den Posten des Parteivorsitzenden bewerben, hoffe Sommer darauf, „dass Friedrich Merz die CDU auf Kurs zurückbringt.“

Die Christdemokraten, führte der 26-Jährige weiter aus, müssten wieder mehr an Kontur gewinnen. „Es darf nicht passieren, dass man die Hessen CDU und die Hessen Grünen nicht mehr voneinander unterscheiden kann.“ Man habe sich von Stimmungen leiten lassen, sei Themen hinterhergelaufen, ohne noch auf die eigene Linie zu achten. „Fehler, aus denen man hoffentlich gelernt hat, wir müssen zurück, unsere Inhalte wieder stärken.“

Gelingen könne das, laut Sommer, durch eine konsequente Verjüngung innerhalb der Partei. „Die Jungen wollen mitreden, nach ihrer Meinung gefragt werden.“ Das durchschnittliche Mitgliedsalter innerhalb der CDU würde mittlerweile bei 61 Jahren liegen.

Ein Tabuthema, meinte der junge Politiker, müsse endlich angesprochen werden. „“Niemand will darüber sprechen, wie beispielsweise die Grundrente, die ab nächstem Jahr kommt, überhaupt finanziert werden soll.“ Die JU habe sich diesbezüglich Gedanken gemacht. „Die Leute werden immer älter, also muss es auch möglich sein, ein bisschen am Renteneintrittsalter zu schrauben.“

Die erste Wortmeldung nach Sommers Vortrag richtete sich an alle Studenten: „Wäre es nicht eine Option“, fragte einer der Anwesenden, „einfach früher mit dem Arbeiten anzufangen, „anstatt die Älteren noch länger Arbeiten zu lassen?“ (mr) +++

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