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ALSFELD Gunter Demnig und die Stolpersteine

"Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist"

03.04.20 - Auf den ersten Blick erkennt man nicht viel: lediglich eine Metallplatte, genau 96 mal 96 Millimeter, die in die Erde eingelassen wurde. Der zweite Blick verrät mehr: einen Namen, den Jahrgang und das persönliche Schicksal hinter dem Menschen. Die sogenannten Stolpersteine, die Gunter Demnig in seiner Werkstatt in Alsfeld herstellt, erinnern an Menschen, die der NS-Zeit zum Opfer fielen.

"Die Idee war, dass überall dort in Europa, wo die Nazis ihr Unwesen getrieben haben, symbolisch für alle Opfergruppen Stolpersteine auftauchen", erzählt uns Gunter Demnig. Seit über 27 Jahren werden die Steine von ihm angefertigt und später als Erinnerung vor die damaligen Wohnhäuser der Opfer ein die Erde gelassen. Bis heute hat er schon über 75.000 Stolpersteine in 26 Ländern verlegt. "Im August kommt Serbien dazu", verrät er.

Gunter Demnig hat seine Leidenschaft gefunden: seit 1992 fertigt er die sogenannten ...Foto: Luisa Diegel

Fotos: Laura Struppe

75.000 Stolpersteine, 75.000 Namen, mit einer Geschichte dahinter, die auch in Zukunft nicht in Vergessenheit geraten soll. "Der Name ist wichtig. Denn ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Sehen Sie im Video mehr zum Thema. (ld) +++


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