Nicole Riebel ist eine der Mitarbeiterinnen, die bei der Diakonie für telefonische Erreichbarkeit sorgen - Foto: Diakonie Fulda

FULDA Offene Ohren bei geschlossenen Türen

Diakonie schränkt Angebote ein, will aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen

19.03.20 - Auch vor den Diakonischen Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Fulda machen die aktuellen Bemühungen zur Eindämmung von Infektionen mit dem Corona-19-Virus nicht Halt. Um Infektionsketten zu unterbrechen, haben die Einrichtungen nun Notfallpläne aktiviert, um Besucher und Mitarbeitende vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-19 zu schützen.

„Wenn Sie sich krank fühlen, gehen Sie bitte nach Hause und rufen Sie uns an!“ So kann man es seit heute an der Eingangstür des Diakonischen Werks am Heinrich-von-Bibra-Platz lesen. Ebenso sind offene Sprechstunden und Gruppenangebote abgesagt. Ohne Termin wird nicht beraten. Im Haus selbst herrscht entsprechend ungewohnte Stille. „Es bringt niemandem etwas, wenn wir in dieser Situation helfen wie gewohnt, dabei aber dem Austausch von Viren Tür und Tor öffnen“, so Diakoniepfarrer Lars Rilke zu der Entscheidung. „In dieser besonderen Lage müssen wir uns alle fragen: Muss dieses Gespräch wirklich sein; und muss es im direkten Kontakt stattfinden? Das ist schmerzlich“, räumt der Geistliche ein. „Auf der anderen Seite: Wir bleiben erreichbar. Und wir werden weiter helfen, wo wir können. Halt nicht mehr direkt, sondern am Telefon oder per E-Mail“, sagt Rilke.

Entsprechend rät das Diakonische Werk derzeit zum Griff zum Telefonhörer. Unter 06 61 – 83 88 200 sind die Mitarbeitenden erreichbar und stehen für Rat und Hilfe telefonisch zur Verfügung. Persönliche Gespräche in der Beratungsstelle dagegen bedürfen unbedingt der vorherigen telefonischen Terminvereinbarung. Besucher_innen werden vor einer Beratung registriert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

Die Bahnhofsmission und die Kleiderläden bleiben geschlossen. Die Diakoniezentrum Fulda schließt außerdem ihre Tagesstätten für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen.

„Die Mitarbeitenden werden aber telefonisch und über Chatsysteme im engen Kontakt mit unseren Besuchern bleiben. Und da, wo es möglich und nötig ist, auch persönliche Kontakte halten.“, versichert Daniel Weiss, Geschäftsführer der Gesellschaft. Das Begleitete Wohnen wird aufrecht erhalten. Für die Kunden, die sich nicht alleine versorgen können, wird der Fahrdienst der Diakoniezentrum Fulda gGmbH einkaufen gehen und die Einkäufe kostenfrei nach Hause liefern. Natürlich in enger Absprache mit den Sozialarbeiter_innen.

Alles beim Alten bleibt beim Zweckverband Diakoniestation Fulda-Petersberg-Künzell. Die Mitarbeitenden des ambulanten Pflegedienstes werden ihre Kunden unverändert zu Hause versorgen. Auch den Kunden der hauswirtschaftlichen Hilfen soll weiterhin geholfen werden, wenn keine Angehörigen diese Aufgabe übernehmen können.

Das Diakonie-Café Wunderbar bleibt geöffnet. Es werden allerdings die Abstände zwischen den Tischen vergrößert. (pm) +++


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