Teneriffa: "Überall erschreckende Leere...", heißt es von einem deutschen Paar. - Foto: privat

REGION Lesereindrücke: "Touristen gestrandet"

Kein Spaß: "Im Hotel eingesperrt auf leere Strände blicken"

19.03.20 - Grenzsperrungen in vielen Ländern sind aktuell die Folge der weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Tausende deutsche Touristen sind im Ausland gestrandet. Unsere Redaktion haben einige Leserbriefe zum Thema Urlaub in Corona-Zeiten von gestrandeten Touristen erreicht. Die Erfahrungen und Meinungen gehen dabei auseinander. 

Urlaub in Panama: Keine Rückmeldung von deutscher Seite aus

1.) "Hey liebes ON-Team. Wir sind hier grade im Urlaub in Panama in der Provinz Bocas Del Toro und haben das Gefühl, wir sitzen hier fest. Die Lufthansa geht nicht an ihr Telefon und das deutsche Konsulat hilft uns auch nicht weiter und verweist uns auf die Lufthansa. Am Dienstag wurden vom Militär die Strände geschlossen und wir wissen nur über Gleichgesinnte, dass die Flüge bis Sonntag gestrichen wurden. Unsere Frage, wie kommen wir nach Hause und wenn wie? Sitzen hier auf einer Insel fest und wissen nicht, was wir machen sollen."

Während Teneriffa-Urlaub: Reisewarnung - Tui steht in Kontakt mit dem Paar

Es wirkt so, als wären keine ...

2.) "Liebes Osthessen-Team, mein Mann und ich sind seit dem 12.3. auf Teneriffa. Es gab ja bis dahin noch keine Reisewarnung. Am Sonntag dann die Information, dass wir das Gelände nur noch für die bekannten Ausnahmen verlassen dürfen. Seit Montagmittag sind wir auf den Zimmern und dürfen dieses nur zum Essen oder eben für die bekannten Ausnahmen verlassen. Zum Supermarkt darf jeweils nur eine Person. Wir haben leider keinen deutschen Reiseleiter im Hotel. Der englische Reiseleiter hat ausgeholfen. Da wir nicht über ein Reisebüro gebucht hatten, bekamen wir nur sehr spärliche Informationen. Und das Hotel informiert uns nur über einlaminierte Handzettel, die auf englisch/spanisch sind. Gut, dass es online-Übersetzer gibt. Aber glücklicherweise hat sich das Tui Reisebüro in der Nonnengasse uns angenommen und uns mit Informationen versorgt. Vielen Dank dafür. Unsere Rückreise ist für den 19.3. geplant und wird wohl hoffentlich so stattfinden. In Anbetracht der Umstände wären wir auch gerne eher zurück gekommen. Aber: wir sind gesund - das ist sehr viel wert und nicht selbstverständlich! Liebe Grüße aus Teneriffa!"

Reise vorsorglich abgesagt - Kritik an Egoismus der Gesellschaft

3.) "Man fragt sich, warum stranden jetzt Urlauber, ist es Egoismus, der Reiz des Verbotenen, der Reiz des "Neuen" oder einfach nur Dummheit? Ich sollte am 12. März eine Reise antreten, ich sagte sie ab. Warum? Die Nachrichten überschlagen sich, jeder wusste, man sollte in viele Länder besser nicht einreisen - zum Selbstschutz und zum Schutz der Mitmenschen. Was hilft uns vor solchen Menschen, die alles ignorieren, denen der Spaß wichtiger ist, als ihr Gegenüber? "Hände öfters waschen"? Abstand? Nein, wir, die sich zu Hause, an der Arbeit versuchen, sich nicht anzustecken, unseren Alltag erschwert meistern müssen. Sollten sich nicht solche Menschen fragen: Warum sind wir dort, wo wir sind? War uns das Geld der Reise wichtiger, als die Gesundheit von uns allen? Leben solche Menschen abgeschnitten von der Außenwelt und haben nicht gewusst, was momentan in der Welt abgeht? Ich persönlich habe kein Mitleid mit diesen Menschen und viele, mit denen man sich unterhält, haben auch keins." (mkr) +++


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