An der Würzburger Bergbundhütte sind dringende Reparatur- und Werterhaltungsmaßnahmen notwendig. Die Stadt Bischofsheim beteiligt sich mit maximal 1.400 Euro an den Kosten. - Foto: Marion Eckert

BISCHOFSHEIM Überblick über Corona-Krise

Stadtratsitzung im Rentamt - aber mit nötigen Abstand!

25.03.20 - In Zeiten von Corona ist auch eine Stadtratssitzung etwas anders. Statt im Sitzungssaal kamen die Stadträte mit Bürgermeister Georg Seiffert im Sitzungssaal des Rentamtes zusammen. „Hier können wir den nötigen Abstand zueinander einhalten“, betonte Seiffert, der zu Beginn der Sitzung einen Überblick über den aktuellen Stand in der Corona-Krise gab. „Sitzung des Stadtrates sind weiterhin zulässig und auch nötig, um handlungsfähig zu bleiben.“

Sehr gut funktioniere in Bischofsheim die Kommunikation über diverse Kanäle zu aktuellen Entwicklungen, betonte Seiffert. So habe er am Wochenende über ein Anschreiben, das unter anderem über Whatsapp und Facebook bekannt gegeben wurde, gebeten auf Fackelfeuer zu verzichten. „Kein einziges Fackelfeuer habe ich gesehen. Herzlichen Dank dafür.“ Die Feuerwehrkommandanten habe Seiffert zusammen geholt, um über Sicherheitsvorkehrungen zu sprechen und auf mögliche Einsätze und Aufgaben vorzubereiten. „Wir wissen nicht, wie sich die Lage entwickelt. Besonnen reagieren müssen wird.“ So sei er in Kontakt mit den Gewerbetreibenden und Gastronomen sowie Pfarrer Manfred Endres. Der Bevölkerung dankte Seiffert für die Disziplin und bat um weitere Einhaltung der Vorschriften, zum Schutz aller.

„Wir haben auf dem Land einen unschätzbaren Vorteil beim Kampf gegen das Coronavirus! Wir haben Platz – Nutzen wir diesen Vorteil und halten Abstand!“ Eine Liste von Abhol-, Liefer- und Einkaufservice-Angeboten ist auf der
Homepage www.bischofsheim-rhoen.de veröffentlicht. Seiffert verwies auf Handlungsempfehlungen für diese Dienste, die vonseiten des Landratsamtes veröffentlicht wurden. Es war die erste Stadtratssitzung nach der Kommunalwahl. Seiffert gratulierte allen Stadträten, die wieder gewählt wurden, danke allen Kandidaten, die sich zur Verfügung stellten und allen neu gewählten.

Aus nicht öffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass der Nachtrag für einen Wallride auf der Rollsportanlage an die Firma August Fichter für 5.983 Euro vergeben wurde. Mit motormanuellem Bucheneinschlag im Stadtwald wurde der Forstbetrieb Graf Wolffskeel für 23.500 Euro beauftragt. Zugestimmt wurde dem Bauantrag zum Wohnhaus- und Garagenneubau auf dem Anwesen Steinweg 4 in Unterweißenbrunn. Abgelehnt wurde die Anfrage zum Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in der Gemarkung Wegfurt. Das Grundstück befinde sich im Landschaftsschutzgebiet, begründete der Bürgermeister die ablehnende Haltung und verwies auf ähnliche Fälle in Haselbach, Unterweißenbrunn und Oberweißenbrunn, in denen eine Genehmigung auch verwehrt wurde. Benjamin Lenhard wollte das so nicht hin-nehmen und bat um alternative Angebote. Denn derzeit gebe in Wegfurt weder Baugelände noch Hallenplätze. „Das ist überall so“, kommentierte Seiffert.

Zugestimmt wurde dem Antrag zu Errichtung eines Historischen Sechseck-Pavillon in der Bischofsheimer Allee. Der ehemalige „Verlobungstempel“ soll wieder aufgestellt werden, hierzu habe sich eine Gruppe Freiwilliger gefunden. Die Würzberger Bergbundhütte am Himmeldunkberg soll saniert werden. Eigentümer ist die Sektion Bergbund Würzburg des Deutschen Alpenvereins. Es soll eine Photovoltaikanlage und eine solargesteuerte Ent- und Belüftungsanlage in den Schlafräumen eingebaut werden. Die Herrentoiletten werden saniert und erhalten eine Infrarotheizung, außerdem werden zwei Dachliegefenster erneuert und die bestehende Wasserentkeimungsanlage aufgerüstet. Die geschätzten Kosten betragen 23.000 Euro. Beantragt werde beim Landkreis Rhön-Grabfeld eine 35 prozentige Förderung aus dem Förderprojekt „Wanderhütteninfrastruktur“. Die Stadträte stimmten eine sechs prozentigen Förderung vor, maximal 1.400 Euro, da die Maßnahme aus touristischer Sicht zu begrüßen sei.

Die Bischofsheimer Feuerwehr plant die Gründung einer Kinderfeuerwehr zum 1. April. Die Stadträte gaben hierzu ihr Einverständnis, was aus rechtlichen Gründen nötig sei. Die Kinderfeuerwehr sei eine Vorstufe zur Jugendfeuerwehr, es werde aber kein Feuerwehrdienst geleistet. Wann die Gründung tatsächlich erfolge, dass sei aufgrund der aktuellen Corona-Situation jedoch unklar. (me) +++


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