Häusliche Gewalt wird in den kommenden Wochen zunehmen- das zumindest erwarten Experten - Symbolbilder: Pixabay

FULDA Gefangen mit dem (Ehe)-Partner

Häusliche Gewalt nimmt in Corona-Krisenzeiten zu- Wie ist die Lage in Fulda?

01.04.20 - Gefangen mit dem (Ehe)-Partner in der häuslichen Isolation: Während die meisten Bundesbürger diesen Zustand gut verkraften, gibt es andere, die sich von heute auf morgen in einer Spirale aus Angst und Gewalt befinden. Bundesweit, so liest man immer häufiger, verzeichnen Frauenhäuser in der Zeit von Corona einen Zuwachs an Hilfegesuchen.

Allein mit dem Partner

Experten gehen davon aus, dass der Virus in den kommenden Wochen indirekt zu mehr Fällen von häuslicher Gewalt führen wird. Aber, wie sieht die Situation aktuell in Fulda aus? OSTHESSEN|NEWS hat nachgefragt.

„Es gibt die Vermutung, wissenschaftliche Erkenntnisse und auch Erfahrungswerte, dass die Gewalt durch die zusätzliche soziale Isolation steigen wird- allerdings kann ich dies (Stand heute) für den SkF noch nicht bestätigen“ erklärt Sarah Muth, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Fulda. Täglich, so meint sie, könne sich das jedoch ändern.

Individuelle Lösungen

Der SkF betreibt selbst Frauenhäuser in der Region. Wo genau, ist streng geheim. Im Moment, meint Muth, seien dort auch ohne Corona-Krise alle Plätze bereits belegt. „Hilfesuchenden Frauen können wir jedoch trotzdem individuelle Lösungen anbieten, nicht zuletzt, weil wir in ständigem Austausch mit anderen Frauenhäusern stehen.“  Eine Aufnahme in einer der Einrichtungen, versichert die Geschäftsführerin, sei auch in Zeiten des Virus möglich.

Aber nicht nur eine stationäre Aufnahme kommt bei partnerschaftlichen Problemen in Betracht, der Sozialdienst katholischer Frauen bietet ein breites Spektrum an Hilfsangeboten an. „Nach wie vor stehen sowohl die Mitarbeiterinnen aus der „Beratungs- und Interventionsstelle bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen“, aus der Beratungsstelle „Kinderschutz AKTIV“ und aus der Beratungsstelle „gegen sexuelle Gewalt“ zur Verfügung. Zunächst bieten wir aufgrund der aktuellen Situation telefonische Beratung an, aber auch ein persönlicher Kontakt, unter Beachtung bestimmter Hygieneregeln, ist möglich.“

Frauen, so sagt sie, könnten sich jederzeit an den SkF wenden. „Wir sind da – auch in Corona - Krisenzeiten.“ Unter der 0661/ 8394-0 kann man den Sozialdienst katholischer Frauen erreichen, auch über die Homepage und per Mail ist ein Zugang möglich. „Zudem steht das bundesweite Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen unter 08000116 016 und z.B. der Onlinedienst www.gewaltlos.de zur Verfügung.“ (mr) +++

  

 

 

 

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