Auch einige unserer Kollegen von OSTHESSEN|NEWS und Medienkontor Fulda arbeiten derzeit im Home-Office. - Symbolbild: O|N

REGION O|N-Leser stimmten ab

Home-Office auch nach der Corona-Krise? Zwei Drittel der Befragten dafür

18.05.20 - Für viele gehört es seit einigen Wochen zum Arbeitsalltag: das Arbeiten von zuhause. Denn durch die anhaltende Corona-Pandemie haben viele Arbeitgeber ihre Angestellten ins Home-Office geschickt. Einige Unternehmen überlegen derzeit, ob sie das Arbeiten von zuhause ihren Mitarbeitern auch nach der Corona-Krise ermöglichen wollen. Doch möchten das die Arbeitnehmer überhaupt? O|N hat Sie nach Ihrer Meinung gefragt.

"Möchten Sie auch nach Corona weiterhin im Home-Office arbeiten" haben wir unsere Leser am Freitag gefragt. Viele O|N-Leser sind dafür - denn etwa zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie sich das Arbeiten von zuhause auch für die Zukunft vorstellen können. Etwa 35 Prozent stimmten ab, dass sie auf gar keinen Fall nach Corona noch weiter im Home-Office arbeiten möchten. "Es ist schön, in gemütlicher Umgebung in Ruhe arbeiten zu können. Keine Kollegen, die so laut reden, dass nichts mehr geht. Musik hören ist kein Problem. Man hat keinen Arbeitsweg. Ich kann mehr für mein Kind da sein", schreibt uns eine Leserin. Doch auch für sie gibt es Nachteile. "Mir fehlt allerdings der direkte Kontakt zu meinen Kollegen, die Möglichkeit, sich mal direkt etwas zeigen zu lassen, der Schwatz in der Pause. Da kommt telefonischer Kontakt nicht mit. Und ich hab daheim nicht ganz so die Ausrüstung wie auf Arbeit. Und wenn die Nachbarn Rasen mähen, ist Arbeiten unmöglich."

Twitter macht es vor


Der Kurznachrichtendienst Twitter war einer der ersten Firmen, die bekanntgab, dass Mitarbeiter in Zukunft selbst entscheiden können, ob sie nach der Krise an ihren Arbeitsplatz in der Firma zurückkehren möchten, oder lieber dauerhaft im Home-Office bleiben. "Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlauben, von zuhause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen", schreibt das US-Unternehmen.

Auch in Deutschland stehen die Zeichen positiv. Denn auch Bundesminister Hubertus Heil (SPD) möchte ein Gesetz auf den Weg bringen, welches das Recht auf Home-Office schafft. Das Problem: nicht in jeder Branche lässt es sich von den eigenen vier Wänden aus arbeiten. Schon deswegen ist das angedachte Gesetz umstritten. Dennoch: in den Gewerben, wo es möglich ist, sehen viele Experten eine Möglichkeit, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändert. Das, was im derzeitigen Krisenmodus funktioniert, könnte auch in Zukunft so weiterlaufen.

Gewerkschaftschef skeptisch


Jürgen Bothner, Landeschef der Gewerkschaft Verdi in Hessen, ist jedoch skeptisch und warnt, Home-Office nach der Krise unverändert weiterlaufen zu lassen. "Unter dem Strich ist das eine große Falle, weil man eine gehörige Portion Selbstdisziplin und Selbstkontrolle braucht, damit man eben nicht weit mehr arbeitet, als man dem Arbeitgeber schuldet", sagt er der Hessenschau. (Luisa Diegel) +++


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