Die Tanzschulenbetreiber aus Fulda stehen in den Startlöchern. - Foto: privat

FULDA Zur Community zusammengeschlossen

Gemeinsam der Herausforderung stellen: Tanzschulen öffnen ab Montag

18.05.20 - Endlich geht es auch für die regionalen Tanzschulen, Dank der Corona–Lockerungen, wieder los. In der Krise haben sich diese zu einer Community zusammengeschlossen und stehen nun gemeinsam vor neuen Herausforderungen.

Auch die regionalen Tanzschulen wurden von der Corona-Krise eiskalt erwischt. Nach dem ersten Schock, wurde per Videokonferenz der Unterricht nach Hause gebracht und somit auch der Kontakt zu den jeweiligen Schülerinnen und Schülern gehalten. Liane Klein, Inhaberin des Holodeck Dance Centers in Fulda, freut sich riesig, dass es endlich wieder losgeht. Gemeinsam mit Philipp Conradi von der Tanzschule "Philipp Conradi" hat sie die Initiative ergriffen und sich als Community mit den Inhabern der einzelnen Tanzschulen in Fulda vernetzt. Bis vor kurzem hätte niemand an eine Community, der Fuldaer Tanzschulen, gedacht.

"Durch die Krise haben wir alle gemerkt, dass es gemeinsam einfacher und besser geht, meint Conradi und ergänzt,  "dies soll auch für die Zukunft so bleiben!"

Die Tanzschulen-Community Fulda besteht aus folgenden Tanzschulen:

Holodeck Dance Center (Liane Klein), die Tanzschule Philipp Conradi, La Danse (Jan- Andreas Hönscher), Studio 82 (Anna Feuerstein), 2dancesalsa (Detlef Josten), die Schule für Bewegungskunst (Janina Brandmüller), Tanzblick (Dorothèe Bretz), Saras Dance Academy (Sara von Kühlmann), die Tanzschule Angermann (Wolfgang Siebert), die Mobile Tanzschule Bartlau (Lydia und Boas Bartlau) sowie der selbstständige Salsalehrer Peter Jabs.

In den letzten Wochen wurde sich über sämtliche Herausforderungen, im Rahmen von Erfahrungen und Neuigkeiten über Kurzarbeit, Soforthilfe, Abstandsregelungen und Desinfektionsmittel, regelmäßig ausgetauscht. Somit könne man nun gut informiert an die Corona-Lockerungen herangehen. Endlich komme wieder Leben in die einzelnen Tanzsäle, aber nichtsdestotrotz, hat die Schließung einige hart getroffen. Beispielsweise Jan-Andreas Hönscher von der Tanzschule La Danse: "Am 14. März sollte unsere alljährliche Ballett-Gala im Schlosstheater stattfinden, doch es kam alles anders. Am Tag der Generalprobe mussten wir alles absagen. Ein Schock für uns alle."

Theoretisch hätte man ab dem 09. Mai wieder öffnen dürfen, aber die vorgegebenen Maßnahmen stellten die Tanzschulen vor große Herausforderungen. So zum Beispiel wäre es nicht erlaubt gewesen, dass Paare, die in einem Haushalt leben, gemeinsam einen Tanzkurs besuchen dürfen. Diese Regelung wurde zeitig wieder zurückgenommen.

Somit stehen nun die meisten Tanzschulen ab Montag, den 18. Mai, endlich in den Startlöchern und öffnen wieder ihre Türen für Groß und Klein. Desinfektionsmittel inklusive Spender stehen bereit, Plexiglasscheiben sind angebracht, Tanzräume vermessen und die Gruppen wurden über die Regeln informiert. Im kontaktfreien Tanz ist die Abstandsregel von 1,50 Meter keine Herausforderung. Die Gruppen werden den jeweiligen Raumgrößen entsprechend angepasst und ebenfalls auch die Kurszeiten. Wer als Neueinsteiger starten möchte, oder eine Schnupperstunde besuchen möchte, sollte im Vorfeld einen Termin vereinbaren.

"Die kommende Woche wird ein Testlauf, wir werden immer wieder nachjustieren müssen", geben Klein und Conradi zu bedenken. Eine ganz besondere Stütze in dieser Krise waren und sind die Mitglieder der einzelnen Tanzschulen. "In den letzten Wochen haben mich sehr viele motivierende Mitteilungen von Tänzern und Eltern erreicht. Es tut unheimlich gut zu erfahren, wie positiv die Tanz- und Bewegungskurse den Alltag der Schüler bereichern", berichtet Anna Feuerstein vom Studio 82.

Trotz der Krise, haben fast alle Mitglieder ihre Beiträge gezahlt und somit ihre Tanzschulen unterstützt. "Genau deswegen gibt es uns noch", erläutert Liane Klein, die ebenfalls, wie ihre Kollegen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken musste. "Kurzarbeit und Soforthilfe alleine hätten nicht gereicht", fügt Conradi hinzu.

Ebenso erläutert Elke Omphalius-Brandmüller, Inhaberin der Schule für Bewegungskunst: "Die Corona-Maßnahmen fordern mitunter in kleinen Unternehmen wie unseres ihren Tribut, so ist auch unsere Schule mit einer Angestellten auf die Soforthilfe angewiesen."

Umso besser sei es jetzt, dass wieder getanzt werden dürfe. Tanzen fördert die körperliche Fitness, den mentalen Ausgleich, stärkt die Konzentrationsfähigkeit und die sozialen Kompetenzen. Mit flotten Füßen und mit vielen neuen Ideen erhofft sich die Community Fulda einen Neustart, der sich in der Tanzhochburg Fulda sehen lassen kann. Schließlich habe man sich in ganz Deutschland einen Namen gemacht. "Fulda hat eine Tanztradition, die zeigt sich in der Anzahl der verschiedenen Tanzschulen", sagen Lydia und Boas Bartlau von der Mobilen Tanzschule Bartlau. Somit startet die neue Community Fulda und freut sich auf viele neue gemeinsame Herausforderungen. (pm) +++


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