Das Cineplex in Bad Hersfeld hat momentan aufgrund der strengen Corona-Vorschriften geschlossen. - Fotos: Gerhard Manns

BAD HERSFELD / BEBRA Langandauerndes Problem

Kino momentan unwirtschaftlich: Betreiber zeigen sich aber einsichtig

19.05.20 - Es ist für viele Kino-Betreiber die schwerste Krise aller Zeiten. In Hessen dürfen zwar Filme in den Sälen gezeigt werden, allerdings ist die geringe Auslastung komplett unwirtschaftlich. Des Weiteren gibt es überhaupt keine neuen Blockbuster, weil die Filmverleiher auf einen bundesweiten Kino-Start hoffen. Als Alternative erlebt das Autokino indes ein Revival.

Das Bad Hersfelder Cineplex könnte öffnen, doch für Betreiber Horst Martin kommt eine Öffnung derzeit nicht infrage: "Wir hätten nur eine Auslastung der Säle von etwa 25 Prozent. Das ist für uns komplett unwirtschaftlich. Erst, wenn weitere Lockerungen eintreten, ergibt es für uns Sinn, die Kinos wieder zu öffnen." Die derzeitigen Bestimmungen, inklusive Abstandsregelungen und Kundenregistrierung, hält ihn vor allem von der Kinoöffnung ab.

Momentan erlebt das Autokino einen zweiten Frühling. Eine generelle Konkurrenz zum normalen Kino sieht der Betreiber nicht: "Ich möchte meine Filme nicht im Auto schauen. Das ist zwar meine persönliche Meinung, viele Filmfans denken da aber ähnlich wie ich", erklärt Martin im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg startete am letzten Wochenende erfolgreich das erste Autokino in Rotenburg/Fulda.

Menschen wollen mit Spaß ins Kino gehen


Auch das Biberkino in Bebra hat ...

Auch das Biberkino in Bebra hat momentan noch geschlossen. Betreiber Mirko Rehs hält eine Eröffnung der Kinosäle in naher Zukunft für unwahrscheinlich: "Die Menschen wollen mit Spaß ins Kino gehen. Momentan mindern die absolut notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung von Corona die Freude am Kinobesuch. Einen regulären Spielbetrieb wird es meiner Meinung nach erst geben, wenn es einen Impfstoff gibt." Doch nicht nur die Kino-Betreiber trifft die Corona-Pandemie hart. Neben der Filmindustrie sind auch PR-Agenturen oder Süßwarenhersteller abhängig vom Kino. Als Beispiel fügte Rehs an, dass über 100.000 Kilogramm Mais für Popcorn gar nicht ausgeliefert wurden.

Zudem sieht Mirko Rehs ein weiteres Problem für die Zukunft: "Filme, die jetzt eigentlich gezeigt werden sollten, wurden in den Herbst/Winter verschoben. Da momentan keine Produktionen stattfinden können, wird es gerade im nächsten Jahr schwer, neue Filme in die Kinos zu bringen." Persönlich trifft das Biberkino die Betreiber nicht ganz so hart: da das Gebäude im eigenen Besitz ist, müssen keine hohen Mieten bezahlt werden. Das erleichtert die Situation ein wenig, so Rehs weiter.  (Kevin Kunze)+++


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