Das Hattenbacher Dreieck ist eines der Stauschwerpunkte in Deutschland - Archivfoto: O|N / Hans-Hubertus Braune

REGION Stauprognose Pfingstwochenende

ADAC: Weniger Verkehr als üblich über Pfingsten

28.05.20 - Wie bereits am vergangenen Christi-Himmelfahrtswochenende müssen Hessens Autofahrer auch über Pfingsten wieder mit Staus rechnen, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in den Vorjahren.  

Besonders gefährdet sind die Autobahnen rund um die Ballungsräume, wie im Rhein-Main-Gebiet und längere Baustellenabschnitte. Der ADAC rechnet vor allem mit Wochenendausflüglern und Pendlern, die die freien Tage für die Heimfahrt nutzen. 

"Wer über Pfingsten zum ersten Mal seit Wochen wieder eine längere Autofahrt plant, sollte den Wagen vorher checken", rät Oliver Reidegeld, Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen. "Nach längerer Standzeit ist es wichtig, Luftdruck, Öl- und Kühlwasserstand zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzufüllen." 

Die Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Krise werden deutschlandweit immer weiter gelockert. In fast allen Teilen Deutschlands steht das touristische Angebot nun wieder zur Verfügung. Da Flugreisen ins Ausland nach wie vor nicht erwünscht bzw. möglich sind, werden sich viele Deutsche für einen Kurztrip mit dem Auto im eigenen Land entscheiden. Außerdem beginnen in Bayern und Baden-Württemberg zweiwöchige Ferien. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist der Dienstag, 2. Juni, noch schulfrei.  

Staugefahr auf den Autobahnen sieht der ADAC besonders am Freitagnachmittag und am frühen Abend, Samstagvormittag und Montagnachmittag. Bei schönem Wetter sind am Samstag und Sonntag auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete Verzögerungen durch Ausflügler programmiert. An allen Tagen müssen Autofahrer mit Schwerverkehr rechnen. Das sonst übliche Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist im Zuge der Corona-Krise bis auf Weiteres ausgesetzt. 

Raststätten entlang der Autobahnen haben weitestgehend geöffnet, es muss allerdings damit gerechnet werden, dass die Rastanlagen nicht über das gewohnte umfangreiche Angebot an Restaurants und Sanitäreinrichtungen verfügen und man ggf. eine Raststätte weiter fahren muss. 

Auf folgenden Strecken besteht besondere Staugefahr: 


Großräume Hamburg, Berlin, Köln, München
Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
A 1 Hamburg – Bremen – Dortmund ­­– Köln
A 2 Oberhausen – Dortmund ­– Hannover – Berlin
A 3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A 4 Kirchheimer Dreieck ­– Erfurt – Dresden
A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg 
A 7 Hamburg – Flensburg
A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A 66 Wiesbaden - Frankfurt
A 81 Stuttgart – Singen
A 93 Inntaldreieck – Kufstein
A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen 

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden seit Mitte Mai schrittweise gelockert. An den Übergängen zwischen Deutschland und Österreich sowie Deutschland und Frankreich finden nur noch stichprobenartige Kontrollen statt. Die Einreise nach Frankreich, Österreich und der Schweiz ist weiterhin nur aus einem nachweisbaren triftigen Grund erlaubt. Auf touristische Reisen ins Ausland sollten die Bundesbürger in den kommenden Wochen weiter verzichten. Alle Details zum Thema Grenzkontrollen unter https://bit.ly/adac_grenzen_corona. (pm)+++


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