Einsatz für die Feuerwehr Hünfeld - Foto: Stadt Hünfeld

HÜNFELD Mit Mund-Nasen-Schutz im Einsatz

Auch Feuerwehrkameraden müssen in der Corona-Zeit einige Regeln beachten

28.05.20 - Feuerwehreinsätze in der Corona-Zeit – die Brandschützer stellt die aktuelle Pandemie vor besondere Herausforderungen. Erst am vergangenen Wochenende wurden 56 Einsatzkräfte aus Hünfeld, Mackenzell und Großenbach zu einem Kellerbrand nach Hünfeld alarmiert. Doch was bedeutet das für die Kameraden im Einsatz?

"Alle Einsatzkräfte tragen vom Beginn bis zum Ende des Einsatzes die zur Verfügung gestellten Mund-Nasen-Schutz-Masken", erklärt Hünfelds Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam. Bereits bei der Ankunft am Feuerwehrhaus sei die Maske zu tragen, genauso wie bei der Fahrt zum Einsatzort. Der Grund: "In den Fahrzeugen können wir keine 1,5 Meter Abstand halten", sagt Rübsam. Eine Überlegung sei es gewesen, die Anzahl der Einsatzkräfte in den Fahrzeugen zu beschränken. "Aber das hat sich als nicht praktikabel erwiesen", betont der Stadtbrandinspektor. Ähnlich sieht es bei der Einteilung von Gruppen für die Einsätze aus – in Tag- und Nachtdienste etwa. "Da es bei uns nur freiwillige Feuerwehren gibt, funktioniert das nicht", erklärt er.

Spezielle Schutzausrüstung

Beim Einsatz selbst wird soweit es möglich ist, Abstand zwischen den Einsatzkräften gehalten. "Bislang gab es noch keinen Corona-Fall in der Hünfelder Feuerwehr", sagt Rübsam. Aktuell frage die Leitstelle bereits beim Notruf ab, ob es an der Einsatzstelle Corona-Infizierte geben könnte. "Dann gibt es weitere Schutzausrüstung für die Feuerwehrkameraden", sagt Rübsam. Dazu zählen spezielle Masken, Schutzbrillen, Einweghandschuhe und Schürzen.

Das kameradschaftliche Beisammensein nach dem Einsatz muss derzeit ausfallen. Stattdessen steht die Reinigung von angefassten Gegenständen wie beispielsweise Lenkrad, Schaltknüppel, Türgriffe, Oberflächen, Funkgeräte und Beleuchtungen auf dem Programm. Auch die benutzten Räume im Feuerwehrhaus wie die Umkleide müssen gereinigt werden. "Wir müssen darauf achten, dass keine Infektionskette in der Feuerwehr dazu führen kann, dass es zum Ausfall einer kompletten Einsatzabteilung kommt", betont Rübsam.

Keine Übungen bis nach den Sommerferien

Bis nach den Sommerferien finden vorerst keine Übungsabende und Treffen der Feuerwehr statt, die nicht aufschiebbar sind. Darauf haben sich im Mai die Leiter der Feuerwehren aus dem Bezirk IV verständigt, dazu zählen Hünfeld, Burghaun, Eiterfeld, Nüsttal und Rasdorf. "Gerne können digitale Medien für Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie "Online"-Treffen genutzt werden", sagt der Stadtbrandinspektor.

Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok dankt den Brandschützern für ihren Einsatz in dieser besonderen Zeit: "Die Feuerwehren haben für unsere Gesellschaft einen enorm wichtigen Stellenwert und sind wichtige Säulen des Gemeinschaftslebens. Gerade jetzt gilt den Einsatzkräften Dank für ihr Engagement." (pm) +++


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