Etwa 50 Chaoten griffen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Polizisten und Feuerwehrleute an - Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa

DIETZENBACH Einsatzkräfte mit Steinen beworfen

Gewaltbereiter Mob lockt Polizei und Feuerwehr mit gezielter Brandstiftung an

30.05.20 - Ein unfassbarer Akt der Gewalt ereignete sich in der Nacht auf Freitag: In Dietzenbach (Landkreis Offenbach) legte eine Gruppe von ungefähr 50 Menschen einen Brand, Mülltonnen und ein Bagger wurden angesteckt. Offenbar gezielt, um Polizei und Feuerwehrleute anzulocken.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintreffen, werden sie sofort mit Steinen beworfen. Zwei Stunden lang dauert die Auseinandersetzung, drei Personen können die Beamten im Anschluss festnehmen. Die Polizei geht davon aus, dass der gewaltbereite Mob das Wurfmaterial bereits im Vorfeld gesammelt hat, sie finden mehrere Haufen mit Steinen.

Nach bisherigen Informationen wurde niemand verletzt, das Motiv der Täter ist bisher unbekannt. Der Sachschaden beträgt rund 150.000 Euro, die Ermittlungen dauern an.

Am Freitagmorgen meldet sich die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) zu Wort: "Wir verurteilen die Übergriffe auf unsere Kolleginnen und Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst auf das Schärfste! Hier wurden letzte Nacht gezielt Rettungskräfte angegriffen.

Die Einsatzkräfte seien da, um Menschen zu helfen. "Sie kommen als Freund und Helfer. Sie bei Ausübung ihres Jobs zu behindern oder gar zu bedrohen, muss konsequent durch die Justiz verfolgt werden, solche Straftäter gehören ins Gefängnis", so Tobias Thiele, Pressesprecher der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft.

Von der Politik erwarte man nicht mehr nur Lippenbekenntnisse, sondern endlich Taten. "Es schreckt keinen Straftäter ab, wenn sein Verhalten von überlasteten Gerichten als Bagatellfall abgehandelt wird. Solche Ergebnisse werden von unseren Rettungskräften immer wieder mit Unverständnis zur Kenntnis genommen und führt zu einer enormen Dunkelziffer, da viele Kolleginnen und Kollegen respektlose Handlungen im Einsatz, aus Frustration, gar nicht mehr melden." (mr) +++


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