Der 60. Hessentag findet vom 21. bis 30. Mai 2021 in Fulda statt. 2020 ist das Landesfest wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Die Stadt Bad Vilbel sollte Gastgeberin sein. - Fotomontage: Hendrik Urbin

FULDA Hessentag 2021 in der Domstadt

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: "Alles realisieren, was möglich ist"

13.06.20 - "FD - Foll Hessisch" heißt es 2021 in Fulda, denn die Domstadt richtet vom 21. bis 30. Mai 2021 den 60. Hessentag aus. Aber nicht nur das: Auch 75 Jahre Land Hessen und 30 Jahre Hessisches Polizei-Bistro werden gefeiert - alles im Rahmen des Landesfests. Ein Dreiklang, der Fulda noch mehr überregionale Bekanntheit geben kann. In den letzten Tagen kamen aber öffentliche Diskussionen zum Hessentag auf, denn die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und der Magistrat haben unterschiedliche Vorstellungen.

Darüber und über den aktuellen Planungsstand sowie Veränderungen aufgrund der Corona-Pandemie hat OSTHESSEN|NEWS hat mit dem Gastgeber, Chef im Stadtschloss und Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) gesprochen. Das Interview lesen Sie hier im Wortlaut.

OSTHESSEN|NEWS: Warum muss der Hessentag 2021 auf jeden Fall stattfinden? Und wie wichtig ist er für Fulda und auch für Sie in der Funktion des Oberbürgermeisters?
 

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld Fotos: Hendrik Urbin / Jonas Wenzel

Dr. Wingenfeld: "Das Landesfest ist wichtig für unsere Stadt, indem es die Menschen wieder zusammenbringt (wenn auch mit Abstand) und indem es Frequenz in unsere Innenstadt bringt. Wir sehen den Hessentag mehr denn je als Chance, wichtige Impulse für Handel, Gastronomie und Hotellerie in Fulda zu setzen. Zudem haben wir immer betont, dass der Hessentag weit mehr ist als nur ein zehntägiges Fest – es ist eine Maßnahme der Stadtentwicklung und wird Fulda auf Jahre positiv prägen. Ich habe den Eindruck, dass die Durchführung des Hessentages 2021 von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung und in den städtischen Gremien mitgetragen wird."

O|N: Der Hessentag soll "abgespeckt" und "verschlankt" werden, so wurden Sie in einem Interview zitiert. Was genau meinen Sie mit dieser Aussage?
 
Dr. Wingenfeld: "Der Begriff "abgespeckt" stammt nicht von mir, und ich halte ihn auch für unpassend und irreführend. Klar ist, dass wir für 2021 anders planen müssen. Der Hessentag ist eine Veranstaltung für unsere Bürgerinnen und Bürger, daher muss natürlich der Schutz der Gesundheit an oberster Stelle stehen. Unser Ziel ist ein qualitativ hochwertiger, attraktiver Hessentag, der aber angesichts sich ändernder Bedingungen steuerbar und planbar bleibt. Unter diesen Voraussetzungen wollen wir im kommenden Jahr gemeinsam mit den Partnern des Hessentages alles realisieren, was möglich ist. Insofern bietet die jetzige Situation auch Chancen für die kreative Entwicklung neuer Ideen und Angebote."

Gehört zum Hessentag: die FFH-Just White-Party, ...

15.000 Menschen haben gefeiert.

Mittendrin: FFH-Moderator Daniel Fischer.

O|N: Heißt das auch, dass es keine Großveranstaltungen wie beispielsweise die traditionsreiche "Just White"-Party von FFH geben wird?

Dr. Wingenfeld: "Erste Konzerte wie zum Beispiel Hubert von Goisern in der Esperantohalle sind bereits vorgesehen. Allerdings können wir nicht wissen, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Monaten entwickeln wird. Daher müssen wir die Flexibilität haben, je nach der aktuellen Situation entscheiden zu können."

O|N: Wie laufen die Planungen mit den "großen Partnern" Hessischer Rundfunk, Hit Radio FFH und dem Land Hessen, ganz besonders der Polizei?

Dr. Wingenfeld: "Mit allen Partnern stehen wir derzeit konkret im Gespräch. Unser Ziel ist es, gemeinsam bestmögliche Konzepte und Formate für den Hessentag 2021 zu entwickeln."

O|N: Die ursprünglichen Hessentags-Pläne müssen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie angepasst werden. Können Sie konkreter werden? Und kommen die Änderungsplanungen von der zeitlichen Schiene her jetzt noch rechtzeitig?

Fotomontage: Hendrik Urbin

Dr. Wingenfeld: "Die konkreten Planungen werden zunächst am 22. Juni im Hessentagsbeirat vorgestellt, der über das Konzept berät und seine Empfehlungen aussprechen wird. Zeitlich gesehen haben wir jetzt noch die Möglichkeit, unsere Planungen mit Blick auf die Pandemie anzupassen."

O|N: Für den Fall, dass die Corona-Pandemie im nächsten Jahr unter Kontrolle ist: Kann der Hessentag dann doch wieder größer angelegt werden? Oder sind die Planungen, an denen gerade gearbeitet wird, in Stein gemeißelt?

Dr. Wingenfeld: "Der Hessentag wird sich den Erfordernissen der Pandemie und der aktuellen Situation anpassen. Unsere derzeitigen Planungen haben alle Entwicklungsmöglichkeiten im Blick. Unser Ziel ist es, das zu realisieren, was unter den aktuellen Gegebenheiten möglich ist. Sollte es die aktuelle Situation im Frühjahr 2021 zulassen, ist eine kurzfristige Erweiterung der Angebote durchaus denkbar."

O|N: Von Anfang haben Sie erklärt: Im Fokus des Fulda-Hessentags steht Qualität statt Quantität. Warum? Und was versprechen Sie sich davon?

Dr. Wingenfeld: "Qualität statt Quantität war und ist grundsätzlich unsere Maxime bei der Veranstaltungsplanung, so auch beim Hessentag. Der Hessentag 2021 wird sich unserer Stadt anpassen, und wir werden ihn nutzen, um Fulda von seiner schönsten Seite zu präsentieren." 

O|N: Wo liegt der Fokus des Landesfests – in der Stadt oder eher in der Fulda-Aue?

Dr. Wingenfeld: "Der Vorschlag für den Hessentagsbeirat nimmt in erster Linie die Innenstadt in den Blick. Damit haben wir beim Stadtjubiläum, das vielen sicher noch in bester Erinnerung ist, sehr gute Erfahrungen gemacht. Natürlich sind Angebote auch in den Fulda-Auen denkbar."

Wintermeyer zum Hessentag: "Einzigartiges Konjunkturprogramm"


Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen ...

Übrigens: Nach Fulda wird 2022 Haiger Hessentagsstadt. Die Staatskanzlei hat am Freitag weiter bekannt gegeben, dass Pfungstadt im Juni 2023 den 63. Hessentag veranstalten wird. "Die Ausrichtung des Hessentages ist gerade in diesen schwierigen Zeiten ein wichtiges Signal an die heimische Wirtschaft. Durch die Umsetzung von notwendigen Projekten im Zuge des Hessentages kann diese wieder angekurbelt werden", äußert sich Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU), Chef der Staatskanzlei in Wiesbaden, in diesem Zusammenhang und erklärt: "Die Ausrichtung des Hessentags wirkt wie ein einzigartiges Konjunkturprogramm und ist ein entscheidender Impuls für die nachhaltige Stadtentwicklung." (Christian P. Stadtfeld) +++


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