Sitzung des Ausschusses für Bauwesen, Stadtplanung und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses. - Fotos: Suria Reiche

FULDA Ausschusssitzung

Diskussion um mögliche Esperanto-Erweiterung: SPD fordert Stadthallennutzung

17.06.20 - Zwei von drei Punkten auf der Tagesordnung wurden am Dienstagabend vom Ausschuss für Bauwesen, Stadtplanung und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses einstimmig beschlossen. Lediglich bei der Planänderung bezüglich des Bebauungsplans der Stadt Fulda am Waidesgrund bestand Diskussionsbedarf. Bei den weiteren Punkten – beide drehten sich um die Umwelt und Natur in der Stadt – bestand Einigkeit.

Esperanto konkretisiert Erweiterungs-Pläne

Es ist ein Thema, das die Fuldaer Politiker und Bürger schon lange beschäftigt: das Waidesgrund-Areal. Nun hat das Hotel- und Kongresszentrum Esperanto seine Pläne bezüglich der Erweiterung konkretisiert, sodass der Bebauungsplanentwurf angepasst werden konnte. Unter anderem soll die Erweiterung des Hotels auf die neue Veranstaltungshalle aufgesetzt werden, die entstehen soll. Diese sorgte während der Ausschusssitzung im Fürstensaal für Diskussionen, denn die SPD-Fraktion findet, dass die Halle als Stadthalle genutzt werden sollte: "Viele Vereine haben Bedarf, einen solchen großen Raum für eigene Veranstaltungen nutzen zu können. Und da sie auf städtischem Gelände entstehen soll, sollte sie auch die Interessen der Bürger berücksichtigen."

Dem wurde entgegengesetzt, dass man dafür vielleicht den Bereich der Jugendkulturfabrik in Blick nehmen könnte. Esperanto habe in der Vergangenheit bereits einige Veranstaltungen aus Kapazitätsgründen absagen müssen. Das könne sich mit der neuen, größeren Halle ändern. Letztendlich solle die Erweiterung so aussehen, dass die neuen Hotel-Zimmer auf der Veranstaltungshalle aufliegen würden. Die Halle können Gäste über einen öffentlichen Platz erreichen, von dem aus man auch zu den neu entstehenden Wohnungen gelangen kann. Zudem solle dem verstorbenen Politiker Walter Lübcke eine Straße gewidmet werden, auf die man über den Zieherser Weg gelangt. Außerdem habe sich laut Schreiner der Gedanke an einen Kindergarten und kleine Ladenlokale in dem neuen Wohngebiet gefestigt, das übrigens auch Genossenschaftswohnungen vorsieht. Die Planänderung, die auch vorsieht, dass die Hotelerweiterung nicht in Richtung Ochsenwiese, sondern am Zieherser Weg entstehen soll, wurde mit neun Ja-Stimmen und vier Enthaltungen angenommen.

Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün"

Das Land Hessen unterstützt mit seinem Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" hessische Orte dabei, ihre Grün- und Freiflächen zu sichern und zu vernetzten. Auch die Stadt Fulda hat ein Konzept erstellt, wie mit einzelnen Schwerpunkten mehr "soziale, grüne" Orte in Fulda entstehen können. Insgesamt 24 verschiedene Punkte umfasst die Liste, die erarbeitet wurde. Einige davon hat Stadtbaurat Daniel Schreiner dem Ausschuss in der Sitzung vorgestellt.

Der Aueweiher Archivfotos (6): Carina Jirsch

Unter anderem will das Gremium, das für die Erarbeitung gegründet wurde, die Verbindung von Stadt und Aueweiher ausarbeiten, das Umweltzentrum bekannter machen und die Möglichkeit für Sport und Bewegung in der Fulda-Aue verbessern. "Zum Beispiel haben wir einen Skatepark aus den 60ern, der rege genutzt wird", so Schreiner. Hier könne man tiefer einsteigen und für Verbesserungen sorgen.

Der Heimattiergarten im Fuldaer Stadtteil Neuenberg ...

Auch der Heimattiergarten ist bei den 24 Punkten dabei. Hier sollen etwa Wege saniert werden und alte Gebäude gegen neue ausgetauscht werden. Auch die stark frequentierten Wege im Aue-Park im Stadtteil Neuenberg werden nach und nach verbessert. Hiermit wurde bereits begonnen. Und auch fast vergessene Orte wie der Badegarten zwischen Fuldakanal und Aue mit seinen zahlreichen imposanten Bäumen sollen aufgewertet werden. "Und wir wollen weg von Steinwüsten in Vorgärten kommen", so Schreiner. Das Konzept wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig angenommen.

Einigkeit bei Blühwiesen

Auch wenn die lange Bezeichnung des Tagesordnungspunktes Nr. 3 es nicht vermuten lässt, so war er doch der Punkt, den die Ausschussmitglieder am schnellsten abgearbeitet und einstimmig angenommen hatten. Wie könnte es auch anders sein: Es ging um die Umwelt. Genauer gesagt um Grünstreifen, die Insekten einen Lebensraum bieten sollen. Vorausgegangen waren diesem Punkt zwei Anträge der Parteien CDU und Bündnis 90/Die Grünen aus der Vergangenheit. Eine Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema beschäftigt hat, hat ein Konzept ausgearbeitet, das sogenannte Wildstrauchmatten forciert, die auf 240- bis fast 3000-Quadratmetergroßen Flächen gepflanzt werden sollen. "Das hat sich als sicherste Maßnahme ergeben", erklärte Stadtbaurat Daniel Schreiner. Die Stauden seien mehrjährig und nicht witterungsabhängig. Dazukommt, dass sie keine dauerhafte Pflege benötigten. Wo genau sie gepflanzt werden sollen, steht noch nicht abschließend fest. (Suria Reiche) +++


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