FULDA "Night of light" gegen Existenznot

Flammender Appell und Hilferuf zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

23.06.20 - Es ist ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft: Seit März 2020 steht das kulturelle Leben fast vollständig still. Jegliche Art von Großveranstaltungen sind aufgrund der COVID-19 Krise untersagt. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen - überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Darbietungen zu erleben oder sich auszutauschen, dürfen Veranstaltungen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden.

Flammender Appell und Hilferuf zur Rettung ...Alle Fotos: Martin Engel

Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften; dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind.

Um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen, strahlten Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft in ganz Deutschland am Montagabend ihre Konzerthallen, Schauspielhäuser und Locations rot an, denn die Branche steht sinnbildlich in Flammen.  

"Wir wollen der Region zeigen, dass wir noch hier sind". Seit Wochen kämpft auch das Eichenzeller Unternehmen EventTecPro ums Überleben. Um ihren Worten Taten folgen zu lassen, tauchten die Veranstaltungsprofis den Fuldaer Dom in leuchtend rote Farbe. Mitinitiatoren, die beim Aufbau sowie der Planung mitgeholfen haben, sind Horst Elm - Arctis Veranstaltungstechnik und KTL - Event-Schmiede sowie Gerrit Event-Concept.

"Unsere Aufträge sind bis Oktober vollkommen weggebrochen, bis Mitte Mai mussten alle Angestellten zu 100 Prozent in Kurzarbeit gehen", erklärte Coelestin Jahn im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. "Wir hatten das Glück, nun das Autokino in Bebra, Lauterbach und im Michelsrombacher Wald machen zu dürfen, wie es jetzt weitergeht, wissen wir allerdings nicht." Groß seien die Existenzsorgen. "Auch vielen unserer Kollegen steht das Wasser bis zum Hals. Wir alle benötigen dringend Hilfe."

Im Gegensatz zu den von der öffentlichen Hand betriebenen Veranstaltungsstätten, Messegeländen oder Messegesellschaften, gibt es für die private Veranstaltungswirtschaft keine Sicherheiten oder adäquate Unterstützung, sie muss ihre Verluste selbst verkraften.

"Unser Ziel ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann", erklären die Macher der bundesweiten Aktion auf ihrer Internetseite. (mr) +++


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