Petersbergs Bürgermeister Carsten Froß hat den Milseburgradweg ohne die Drängelgitter bereits getestet – hier der Übergang zur Straße bei Untergötzenhof, wo nun ein Schild und ein Piktogramm auf die Kreuzung hinweisen. - Foto: Sebastian Kircher/Gemeinde Petersberg

PETERSBERG/HOFBIEBER/HILDERS Fahrradfahren boomt

Positives Zwischenfazit nach Umgestaltung des Milseburgradweges

25.06.20 - Fahrradfahren boomt – besonders in Corona-Zeiten. Bei vielen Händlern sind Zweiräder ausverkauft, und immer mehr Deutsche satteln vom Auto auf das Bike um. Das merkt man auch am Milseburgradweg, wo in diesem Frühjahr mehr los war als in den Vorjahren. Die verantwortlichen Bürgermeister ziehen nun eine positive Zwischenbilanz zum Abbau der Drängelgitter am Radweg.

"Fahrradfahren war eine Aktivität, die trotz der Corona-Einschränkungen immer möglich war. Und das haben die Menschen offensichtlich genutzt", sagt Petersbergs Bürgermeister Carsten Froß. Die Gemeinden Petersberg, Hilders und Hofbieber bilden die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Milseburgradweg, da die 27 Kilometer lange Strecke durch ihre Gemeindegebiete führt. "Meine Wahrnehmung ist: Der Radweg wird dieses Jahr unheimlich gut angenommen. Es ist mehr los als in den Vorjahren", ergänzt Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder.

Die vielen Radler erleben dabei eine Neuerung: Im April wurden die sogenannten Umlaufsperren ("Drängelgitter") auf dem Milseburgradweg abgebaut. Diese wurden kurz nach der Eröffnung installiert, um dort Unfälle zu verhindern, wo sich Radweg und Straßen kreuzen. Allerdings erwiesen sich die Drängelgitter oft selbst als Gefahr: In den vergangenen Jahren waren dort immer wieder Radfahrer und Inline-Skater gestürzt, weil sie in den Sperren hängengeblieben waren. Auch für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer konnten die Gitter eine lästige Barriere darstellen. In Abstimmung mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und der Polizei entschied sich die ARGE deshalb für den Abbau. Ebenso wird im Radwegekonzept des Landkreises Fulda empfohlen, auf Umlaufsperren zu verzichten.

"Die Maßnahme trifft bislang überwiegend auf Zustimmung", bilanziert der Hilderser Bürgermeister Hubert Blum. Auch seine Amtskollegen Carsten Froß und Markus Röder berichten von positiven Reaktionen. Unfälle habe es zum Glück noch nicht gegeben. "An den Kreuzungen haben wir Schilder und Piktogramme angebracht, die die Radfahrer warnen sollen", erklärt Froß. Zugleich appelliert er an die Vernunft der Menschen: "Die Straßenverkehrsordnung gilt auch für Radfahrer und Inline-Skater. An potenziellen Gefahrenstellen muss man aufmerksam sein. Das ist umso wichtiger, wenn man mit Kindern unterwegs ist." Die ARGE Milseburgradweg werde die Situation weiter beobachten.

Die drei Bürgermeister wünschen allzeit sichere und gute Fahrt auf dem Radweg. Gelegenheit gibt es dazu genug: Der Milseburgradweg ist das ganze Jahr unentgeltlich nutzbar. Einzig der Milseburgtunnel zwischen Elters und Oberbernhards wird Ende Oktober geschlossen werden, damit dort Fledermäuse überwintern können. (pm) +++


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