Beide noch relativ neu im Amt: DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott (links) und Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok. - Foto: Helmut Käsmann

HÜNFELD Amtsstart während Corona-Krise

Arbeitsgespräch: Benjamin Tschesnok und DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott

29.06.20 - Start im Zeichen der Corona-Pandemie Arbeitsgespräch zwischen dem neuen Bürgermeister Benjamin Tschesnok und dem neuen DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott Hünfeld. Beide haben ihr neues Amt auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie angetreten: Bürgermeister Benjamin Tschesnok und der neue DRK-Kreisgeschäftsführer in Hünfeld, Stefan Bott, trafen sich zu einem ersten Arbeitsgespräch im Generationentreff.

Dabei betonte Tschesnok, wie wichtig für Hünfeld und das Hünfelder Land der DRK-Kreisverband als sozialer Dienstleister und Partner der Kommunen sei. Das DRK betreibt nicht nur Einrichtungen in der Hilfe für Geflüchtete, sondern auch das Jugend- und Familienzentrum, den Generationentreff, die Tafel, den Kleiderladen, den Rettungsdienst, eine Einrichtung zur Tagespflege, das Kinderhaus, den Aktiven-Dienst und den Katastrophenschutz, den Haus-Not-Ruf, allgemeine Sozialarbeit und das Quartiersmanagement für das Hünfelder Nord- und Ostend. Bott zeigte sich sehr zufrieden, dass es in Hünfeld gelungen sei, auch am Höhepunkt der Pandemie die Hünfelder Tafel offen zu halten, um die Versorgung Bedürftiger auch in dieser schwierigen Zeit unter Einhaltung von besonderen Hygieneregeln zu gewährleisten. Auch der Kleiderladen hat im Mai den Betrieb wieder aufgenommen.

Zahlen im Rettungsdienst rückläufig

Sorgen bereitet dem DRK-Kreisgeschäftsführer, dass die Zahlen im Rettungsdienst zurückgegangen sind. Menschen scheuten im Angesicht der Pandemie offenbar den Rettungsdienst ebenso wie Krankenhäuser und Arztbesuche. Angesichts der strikten Hygieneregeln bestehe dazu aber kein Anlass, betonte Bott. Bedauerlich sei, dass die Angebote für Senioren deutlich zurückgefahren werden mussten. In der Tagespflege habe es nur eine Notbetreuung gegeben, die regelmäßigen Angebote für Senioren wie Ausflugsfahrten, die Seniorentreffen, Kursangebote und die Seniorengymnastik mussten ausgesetzt werden. Es sei schon deutlich spürbar, dass den regelmäßigen Besuchern die sozialen Kontakte ganz einfach fehlten.

Umso mehr bemühten sich die ehrenamtlichen Helferinnen, die Kontakte telefonisch und auf anderem Wege so gut es gehe aufrechtzuerhalten, versicherte Bott. Dass eine Krise auch immer eine Chance in sich trage, zeigt die Entwicklung in der Digitalisierung, die sowohl in der Stadtverwaltung als auch beim DRK möglich wurde. Sowohl in der Stadtverwaltung als auch bei den Mitarbeitern des DRK-Kreisverbandes habe hier innerhalb kürzester Zeit ein riesiger Sprung getan werden können, stellten Bott und Tschesnok fest. Wichtig sowohl für das DRK als auch für die Stadt Hünfeld sei die enge Abstimmung, die dem gemeinsamen Ziel diene, den Menschen in Not beizustehen und Angebote machen zu können, waren sich Tschesnok und Bott einig. Damit sei das DRK für die Stadt ein unverzichtbarer Partner.

Hohe Einsatzbereitschaft

Erfreulich ist aus Sicht des Kreisgeschäftsführers, dass die Einsatzbereitschaft der Helferinnen gerade für den Kleiderladen anhaltend hoch sei. Auch bei der Beschaffung hochwertiger Lebensmittel für die Tafel sei der Kontakt mit den Lebensmittelmärkten und Bäckereibetrieben uneingeschränkt erhalten geblieben. Wichtig für Führerscheinneulinge ist, dass jetzt auch die Erste-Hilfe-Ausbildung unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder aufgenommen werden konnte. Auch die Blutspendetermine würden wieder gut angenommen. Gegenwärtig hätten die Krankenhäuser auch einen hohen Bedarf, der gedeckt werden müsse, betonte Bott. Es sei für ihn sehr motivierend, dass er gerade in der Krise eine hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer, aber auch eine große Hilfsbereitschaft bei den Bürgern erleben konnte.

Deshalb musste auch die Einkaufshilfe, die die DRK-Ortsvereinigung für Menschen in Quarantäne oder Risikogruppen ins Leben gerufen hatte, nicht so stark in Anspruch genommen werden, wie dies zunächst angenommen worden war. Vieles habe sich ganz einfach durch Nachbarschaftshilfe und intakte Familiennetzwerke gelöst. Bürgermeister Tschesnok versicherte Geschäftsführer Bott, dass auch unter seiner Verantwortung an der engen Zusammenarbeit und Verzahnung der Stadt mit dem DRK gerade im sozialen Bereich weiter festgehalten werden solle. Dies sei eine gute Tradition in Hünfeld. (pm) +++


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