Investitionen, die sich gelohnt haben. Der Umweltstaatssekretär Oliver Conz besuchte am Mittwochnachmittag das Naturschutzgebiet Rhäden in Wildeck-Obersuhl - Fotos: Gerhard Manns

WILDECK Conz besucht Naturschutzgebiet Rhäden

Wichtiges Rastgebiet für Vögel und interessantes Ausflugsziel für Menschen

16.07.20 - "Das Naturschutzgebiet Rhäden von Obersuhl gehört zu den wichtigsten Schutzgebieten für Vögel in Deutschland. Direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze kann man heute wunderbar Vögel beobachten. Das Gebiet hat sich zu einem beliebten Naherholungsziel entwickelt", sagte Umweltstaatssekretär Oliver Conz, der heute im Rahmen seiner Sommertour das Naturschutzgebiet bei Wildeck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) besuchte. "Eine große Besonderheit ist, dass das Gebiet auf thüringischer Seite mit dem "Rhäden von Dankmarshausen" eine Entsprechung findet. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die Naturschätze im Schatten des ehemaligen Todesstreifens."

Alexander Wirth (links) mit Staatssekretär Oliver Conz. ...

Besucherinnen und Besucher können auf dem "Rhäden-Rundweg" die Auenlandschaft erkunden und auf vier überdachten Beobachtungsständen Vögel beobachten, ohne diese zu stören. In den Beobachtungsständen informieren Schautafeln über die Besonderheiten des Rhäden. Ebenfalls bietet das Informationszentrum in Wildeck-Obersuhl verschiedene Ausstellungen über die schützenswerten Lebensräume im mittleren Werratal, über den Wald und über die Verbindungen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Naturschutzgebiet Rhäden ist ein absoluter Diamant


Zu Beginn des rund eineinhalbstündigen Spaziergangs durch das Naturschutzgebiet Rhäden verriet Conz, dass er sehr froh sei im Rahmen seiner Sommertour in einem so schönen Gebiet halt machen dürfe. Gerade zu den Vögeln habe er eine gewisse Faszination, wie der Staatssekretär weiter ausführte. Auch der Wildecker Bürgermeister Alexander Wirth war vor Ort und erklärte die enorme Bedeutung des Gebietes für die Gemeinde: "Der Rhäden ist ein absoluter Diamant für uns. Es ist ein wunderschönes Gebiet, zudem hat es auch eine besondere geschichtlicher Bedeutung, da auch der thüringische Ort Dankmarshausen zum Naherholungsgebiet gehört. 

Das 240 Hektar große Gebiet ist neben der Naherholung für die Menschen auch ein sehr wichtiger Ort für Tiere und Pflanzen, allerdings mussten in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten zur Erhaltung des Makrophyten-Bestandes geleistet werden. Wie Diplom-Ingenieur Heinrich Wacker gemeinsam mit Staatssekretär Oliver Conz erörterte.

"Aufgrund der zunehmende Verschlammung und Verlandung ist dieses Vogelparadies leider bedroht", erklärte Conz. In den kommenden Jahren soll der Suhlsee im Naturschutzgebiet deshalb durch "Sömmerung" – eine jahrhundertealte Methode der Teichwirtschaft – wieder revitalisiert werden. Dafür hat das Land Finanzmittel aus dem Integrierten Klimaschutzplan in Höhe von 478.000 Euro zur Verfügung gestellt. "Damit erhalten wir diesen wichtigen Rastplatz für Wasservögel wie Bekassine, Kiebitz und Uferschnepfe. Besonders Vogelarten, die unter dem Klimawandel leiden, sind auf das Rastgebiet angewiesen und benötigen unseren Schutz", machte Umweltstaatssekretär Oliver Conz deutlich. "Auch das Bewässerungssystem wurde verändert. Durch eine Veränderung eines Flussbauwerkes im Bach, konnte eine wichtige biologische Verbindung zwischen Bach und Binnengewässer geschaffen werden", erklärte Wacker.

Dem Schutz des Gebietes gingen jahrelange intensive Bemühungen der Vogelschutzgruppe vor Ort um Walter Gräf voraus. Mit Unterstützung der Naturschutzverbände Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) sowie der Landestiftung Hessischer Naturschutz wurde ein einzigartiger Besuchermagnet für Vögel und Menschen gleichermaßen geschaffen. (Kevin Kunze/pm)+++


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