Point-Alpha-Gästebegleiterin Ingrid Asmutat führt den hessischen Staatssekretär Oliver Conz durch das US-Camp. - Fotos: Point Alpha

RASDORF/GEISA Zu Besuch auf Point Alpha

Staatssekretär auf Stippvisite: Wo sich Natur und Erinnerungskultur verbinden

19.07.20 - Die Gedenkstätte Point Alpha ist in ihrem Gesamtkomplex ein unvergleichbares Zeitzeugnis und ein einzigartiger Lernort der europäischen und der deutsch-deutschen Geschichte. Davon konnte sich jetzt der hessische Staatssekretär Oliver Conz im Rahmen seiner Sommertour ein Bild machen.

Auch über die militärische Situation und ...

Der 52-jährige, der sein Amt seit Dezember im Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausübt, zeigte sich von dem musealen Angebot im US-Camp sowie im Haus auf der Grenze beeindruckt. Einen kompakten Überblick erhielt Conz bei einem zweitstündigen Rundgang von Gästebegleiterin Ingrid Asmutat. Zu Beginn hatten Berthold Jost für den Point-Alpha-Vorstand sowie der wissenschaftliche Leiter Dr. Roman Smolorz den Gast an dem authentischen Geschichtsort begrüßt.

Naturschützer aus Leidenschaft

Der Zusammenhang von Erinnerungskultur und Natur ...

Oliver Conz ist Jurist aus Berufung und Naturschützer aus Leidenschaft. Deshalb galt sein Interesse ebenfalls dem Grünen Band mit den vielfältigen Naturschätzen, die sich im Schatten des ehemaligen Todesstreifens prächtig entwickelt haben oder sich ansiedeln konnten. "Bereits als Kind habe ich für Umwelt und Tiere eine Faszination entwickelt", plauderte Conz aus dem Nähkästchen. Besonders Vögel habe er schon früher gerne mit dem Fernglas beobachtet und könne bis heute eine Vielzahl an Vogelstimmen unterscheiden.

Station machte der Staatssekretär deshalb auch an der Buchenmühle, die auf dem Grenzlehrpfad von Point Alpha in der Nähe von Soisdorf mitten auf dem nationalen Naturmonument "Grünes Band" liegt. Das Schicksal ihrer Bewohner ist exemplarisch für zahllose Familien, die das Grenzgebiet schließlich verlassen mussten: Die Jahrhunderte alte Buchenmühle lag direkt auf der Grenze. Ein Teil des Hofes stand auf der thüringischen Seite und wurde 1961 von den Grenztruppen abgerissen. Die Fundamente sind teilweise heute noch zu sehen. "Mich interessieren auf der Gedenkstätte Point Alpha natürlich auch Orte, wo sich Natur und Erinnerungskultur verbinden," erläuterte Conz und bedankte sich beim Point-Alpha-Team für die umfassenden Einblicke. (pm) +++


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