Sicherheitsdezernent der Stadt Frankfurt am Main Markus Frank (CDU) bei der Pressekonferenz am Montagmittag - Fotos: Tobias Rehbein

FRANKFURT AM MAIN "Wir wollen diese Störer nicht"

Sicherheitskonferenz: Am Wochenende "Zapfenstreich" auf dem Opernplatz

21.07.20 - Nach den schweren Randalen in der Nacht zum Sonntag auf dem Opernplatz in Frankfurt am Main hat eine Sicherheitskonferenz am Montag Maßnahmen beschlossen, die für mehr Ruhe sorgen sollen. Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) erklärte, dass ab 1 Uhr in den Wochenendnächten ein Aufenthaltsverbot auf dem Opernplatz eingeführt werde.

Ab circa 23:30 Uhr werden die ersten Fahrzeuge der Reiningungsfirma der Stadt auf den Platz fahren, um "es ungemütlich zu machen". Ab Mitternacht gilt ein "Betretungsverbot". "Wir werden die Krawalle nicht zulassen", sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) bei der Pressekonferenz im Römer.

Pressekonferenz im Römer

Wie berichtet, hatten Randalierer Einsatzkräfte teils mit Flaschen beworfen und Polizisten verletzt. Sie sorgten zudem für massive Beschädigungen. Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill gab Details zu den Ermittlungen bekannt. Demnach wurden 39 Tatverdächtige ermittelt. Sie sind wieder auf freiem Fuß und müssen sich einem Ermittlungsverfahren unter anderem wegen schwerem Landfriedensbruchs, Körperverletzung oder versuchter Körperverletzung stellen. Die überwiegend jungen Männer zwischen 17 und 23 Jahren seien wegen verschiedener Delikte zum Großteil "polizeibekannt" . Bereswill sagte, dass 38 junge Männer und eine Frau ermittelt worden seien, die überwiegend einen Migrationshintergrund hätten. Zehn Personen wohnen in der Stadt, der Großteil kam aus dem weiteren Umland - etwa aus den Räumen Darmstadt, Heidelberg, Hanau oder Limburg und Koblenz.

Es würden nun Aufenthaltsverbotsverfügungen für die betreffenden Personen geprüft. Der Polizeipräsident begrüßte die getroffenen Maßnahmen der Stadt. "Ich finde diese Maßnahmen zielorientiert und geeignet". Er machte deutlich, dass es künftig mehr Polizeipräsenz geben werde. Auch die Alkoholkontrollen würden verstärkt.

Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne)

Die Maßnahmen sollen deutlich machen, dass die "Umlandstörer" nicht erwünscht seien. "Wir möchten, dass sich jeder in der Stadt ordentlich verhält", sagte Frank. Allerdings sollen die Plätze in der Stadt nicht generell gesperrt werden. Den Menschen, die friedlich feiern und sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten, sollten auch weiterhin an den Wochenenden in die Stadt kommen können.

Verbesserungen erhoffen sich die Sicherheitsbehörden auch aus Gesprächen mit den Veranstaltern und Clubbetreibern, die bislang ihre Betriebe wegen der Corona-Pandemie nicht öffnen dürfen. Es sind gemeinsame Veranstaltungen geplant, um die Situation zu entzerren. So sollen die Clubbetreiber eine Perspektive bekommen und die großen Treffen der Feier- und Partyszene verteilt werden.

"Wenn sie um 18, 19 oder 20 Uhr auf den Opernplatz kommen, haben sie eine wirklich schöne Stimmung", sagt Heilig. Bis in der Nacht die Randalierer kommen - eine Situation, mit der inzwischen viele Großstädte zu tun haben. Nicht nur in Stuttgart oder Frankfurt. (Hans-Hubertus Braune) +++


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