Archivfoto vom 1. Dezember 2019: Jan-Hendrik Lübcke, Sohn von Walter Lübcke, hielt eine Rede anlässlich der posthumen Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille an den ermordeten RP. - Foto: picture alliance/dpa / Andreas Arnold

FRANKFURT/MAIN Ernst-Verteidiger abberufen

Lübcke-Sohn sagt vor Gericht aus: "Ich dachte, er sei eingeschlafen"

29.07.20 - Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor dem Frankfurter Oberlandesgericht sagte am Dienstag der jüngere der beiden Söhne Lübckes, Jan-Hendrik Lübcke, aus. Dies berichtet der Hessische Rundfunk (HR). Er schilderte, wie er seinen Vater in der Tatnacht auf der Terrasse des elterlichen Hauses auffand.

"Er habe zunächst gedacht, sein Vater sei eingeschlafen, berichtete der 30-Jährige. Als Lübcke auf Ansprache und Berührungen nicht reagierte, habe er einen medizinischen Notfall, möglicherweise einen Herzinfarkt vermutet. Auf Anweisung des Notrufs habe er seinen Vater aus dem Sessel gehoben, in dem dieser saß, und bis zum Eintreffen des Rettungswagens reanimiert", so der HR.

"Zwar hätten sowohl das Rettungsteam als auch die herbeigeeilten Familienmitglieder noch während der Wiederbelebungsversuche Blut am Körper Lübckes und auf der Terrasse bemerkt, sich jedoch nicht erklären können, woher dieses kam. Nach 40 Minuten sei Lübcke auf Drängen der Familie in das Krankenhaus Wolfhagen (Kassel) gebracht worden, wo der Tod festgestellt wurde. Erst nach einer zweiten Untersuchung durch einen Arzt sei festgestellt worden, dass sich ,ein Gegenstand' in Lübckes Kopf befinde."

Die Familie leide auch mehr als ein Jahr nach der Tat noch unter den Nachwirkungen. "Wir werden nie damit fertig werden, was uns, was unserem Vater angetan wurde", zitiert der HR Jan-Hendrik Lübcke. So seien er und sein älterer Bruder Christoph, immer noch nur bedingt arbeitsfähig. Noch schlimmer getroffen habe die Tat seine Mutter, die mit Walter Lübcke fast 40 Jahre verheiratet war.

Weiter berichtet der Hessische Rundfunk: "Zu Beginn des siebten Verhandlungstages war am Dienstag einer der beiden Verteidiger des Hauptangeklagten Stephan Ernst abberufen worden. Die Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Ernst und dem Anwalt Frank Hannig sei nachvollziehbar, erklärte das Gericht." +++


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