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REGION Der Arbeitsmarkt im August

Arbeitslosigkeit steigt moderat an - Arbeitsmarkt ist weniger aufnahmefähig

01.09.20 - Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im August moderat angestiegen. Derzeit sind 7.678 Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda arbeitslos – 100 mehr als im Juli. Bedingt durch die Auswirkungen der aktuellen Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit um 32,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt – wie im Vormonat – 4,0 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent) und liegt damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 6 Prozent.

Besonders von der wirtschaftlichen Delle infolge der Corona-Pandemie betroffen sind weiterhin jüngere arbeitslose Menschen. Seit Mitte März (Beginn des Lockdowns) haben in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg 1.750 junge Frauen und Männer ihren Job verloren. Rund ein Viertel dieser Personen wurden in dieser Zeit nach ihrer Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen bzw. meldeten sich aus einem Ausbildungsverhältnis heraus arbeitslos. Zwar ist die Arbeitslosigkeit auf allen Qualifikationsebenen angestiegen, doch Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, weist darauf hin, dass ein fehlender Berufsabschluss ein Hemmnis bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt darstellt. "Wir werden mit den Menschen an ihren beruflichen Qualifikationen arbeiten. Dies dürfte sich aufgrund des Stellenrückgangs etwas schwieriger gestalten als in den vergangenen Jahren, aber wir werden jede Chance nutzen."

Kurzarbeit

Die Kurzarbeit ist nach wie vor das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument zur Stabilisierung der Beschäftigungsverhältnisse. Im August sind 24 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit eingegangen Seit Mitte März hat die Arbeitsagentur insgesamt 3.698 Anzeigen auf Kurzarbeit registriert, die sich auf 56.693 Beschäftigte beziehen. Da die Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird erst in den nächsten Wochen und Monaten exakt feststehen, wie viele Beschäftigte tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren.

Der Arbeitsmarkt im August 2020 im Landkreis Fulda:
Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes deutlich gesunken / Jüngere Personen besonders betroffen

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda ist im August geringfügig angestiegen. Derzeit sind 4.806 Menschen in der Region Fulda arbeitslos – 38 mehr als im Juli. Bedingt durch die Auswirkungen der aktuellen Pandemie liegt die Arbeitslosigkeit jedoch um 42,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt – wie im Vormonat ­- 3,8 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent) und liegt damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 6 Prozent.

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im August 2.635 Arbeitslose und somit 25 mehr als im Juli, das Kreisjobcenter 2.171 Arbeitslose, was einem Anstieg von 13 Personen entspricht.

Von der wirtschaftlichen Delle infolge der Corona-Pandemie sind insbesondere jüngere Arbeitslose betroffen. Seit Mitte März (Beginn des Lockdowns) haben 1.123 junge Frauen und Männer ihren Job verloren. 318 wurden in dieser Zeit nach ihrer Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen bzw. meldeten sich aus einem Ausbildungsverhältnis heraus arbeitslos. Bei der Arbeitsagentur und beim Kreisjobcenter waren zum Ende des Monats 767 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Zwar ist die Arbeitslosigkeit auf allen Qualifikationsebenen angestiegen, doch Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, weist darauf hin, dass weit über die Hälfte dieser Personen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. "Wir werden mit den Menschen an ihrer beruflichen Qualifikation und Integration arbeiten. Dies dürfte sich aufgrund des Stellenrückgangs etwas schwieriger gestalten als in den vergangenen Jahren, aber es ist perspektivisch ein erfolgversprechender Weg".

Arbeitsstellen

Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit liegen im Kreis Fulda 1.906 Stellen zur Vermittlung vor (Vorjahr: 2.494). "In der Ferienzeit gehen in der Regel etwas weniger Stellen bei uns ein. Aktuell melden uns Arbeitgeber wieder vermehrt Stellen in verschiedensten Branchen", führt der Agenturchef aus.

Kurzarbeit

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im August 10 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März haben insgesamt 2.545 Betriebe für 43.140 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Damit trägt das Kurzarbeitergeld maßgeblich zur Stabilisierung in der Coronakrise bei. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird erst in den nächsten Wochen und Monaten exakt feststehen, wie viele Beschäftigte in welchem Umfang tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass die faktische Inanspruchnahme insgesamt unterhalb der angezeigten Beschäftigtenzahl liegen wird.

Der Arbeitsmarkt im August 2020 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes gesunken / Jüngere Personen besonders betroffen

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Hersfeld-Rotenburg ist im August weiter angestiegen. Derzeit sind 2.872 Menschen arbeitslos – 62 mehr als im Juli. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr ist zwar deutlich, fällt aber mit 18,8 Prozent im Hessenvergleich moderat aus. Die Arbeitslosenquote beträgt – wie im Vormonat – 4,4 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent) und liegt damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 6 Prozent.

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im August 1.405 Arbeitslose und somit 483 mehr als vor einem Jahr, das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg 1.467 Arbeitslose (-1,9 Prozent).

Von der wirtschaftlichen Delle infolge der Corona-Pandemie sind insbesondere jüngere arbeitslose Menschen betroffen. Seit Mitte März (Beginn des Lockdowns) haben 627 junge Frauen und Männer ihren Job verloren. 165 wurden in dieser Zeit nach ihrer Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen bzw. meldeten sich aus einem Ausbildungsverhältnis heraus arbeitslos. Bei der Arbeitsagentur und beim Kreisjobcenter waren zum Ende des Monats 394 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent. Zwar ist die Arbeitslosigkeit auf allen Qualifikationsebenen angestiegen, doch Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, weist darauf hin, dass zwei Drittel dieser Personen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. "Wir werden mit den Menschen an ihrer beruflichen Qualifikation und Integration arbeiten. Dies dürfte sich derzeit etwas schwieriger gestalten als in den vergangenen Jahren, aber es ist perspektivisch ein erfolgversprechender Weg."

Arbeitsstellen

Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit liegen im Kreis Hersfeld-Rotenburg insgesamt 987 Stellen zur Vermittlung vor. Dies sind 589 weniger als vor einem Jahr.  "In der Ferienzeit gehen in der Regel etwas weniger Stellen bei uns ein. Aktuell melden uns Arbeitgeber wieder vermehrt Stellen in verschiedensten Branchen", führt der Agenturleiter aus.

Kurzarbeit

Die Agentur für Arbeit hat im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im August 14 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Damit haben seit Mitte März 1.153 Betriebe für 13.553 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird erst in den nächsten Wochen und Monaten exakt feststehen, wie viele Beschäftigte in welchem Umfang tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass die faktische Inanspruchnahme insgesamt unterhalb der angezeigten Beschäftigtenzahl liegen wird. (pm) +++


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