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Am Mittwochabend wurden die Kanaren - und damit ganz Spanien - vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. - Symbolbild: Pixabay

GEMÜNDEN / GRAN CANARIA Seit Mittwoch Risikogebiet

Reisewarnung für die Kanaren: "Wussten nicht weiter, alle waren überfordert"

06.09.20 - Mittwochabend, 19 Uhr: Nun erklärt das Robert-Koch-Institut auch die letzte Region in Spanien, die Kanaren, zum Risikogebiet. Eine Horror-Nachricht für alle, die für die nächsten Tage ihren Urlaub auf der spanischen Inselgruppe gebucht hatten. Auch Adina Kömpf und ihr Freund wussten ein paar Stunden vor eigentlichem Reiseantritt nicht: Wie geht es jetzt weiter?

"Als am Mittwochabend die Kanaren zum Risikogebiet erklärt wurden, haben wir das erst gar nicht mitbekommen", erzählt sie im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Erst als sie von ihrem Reiseveranstalter gegen 21 Uhr eine SMS bekommen haben, dass die Kanaren nun zum Risikogebiet gehören und das Auswärtige Amt vor Reisen in diese Region warnt, wurden sie informiert: Ihre Reise wurde storniert. Doch so einfach war es bei den beiden dann doch nicht: denn eigentlich ging es für sie erst einmal vier Tage nach Madeira, dann wollten sie von dort für weitere zehn Tage nach Gran Canaria fliegen.

Reisebüros am Abend nicht zu erreichen

"Wir wussten nicht, ob nun die komplette Reise storniert wurde, oder ob wir doch irgendwie nach Madeira fliegen können", erzählt Adina. "Natürlich war es auch ärgerlich, dass die Reisewarnung am Abend herausgegeben wurde, so konnten wir kein Reisebüro mehr erreichen." Doch das Paar wollte Klarheit, schließlich ging am nächsten Morgen am Düsseldorfer Flughafen ihr Flieger in Richtung Süden. Also quälten sie sich durch die Telefon-Warteschleife ihres Reiseanbieters - der jedoch auch völlig überfordert mit dieser Situation war. "Die Frau am Telefon sagte uns, dass normalerweise alle Reisen storniert wurden, bei uns im System jedoch noch gar nichts." Deshalb wurde dem jungen Paar empfohlen, am nächsten Tag wie geplant an den Flughafen zu fahren, um von dort bereits nach Madeira zu fliegen.

Am nächsten Tag klingelte früh der Wecker. Die beiden machten sich auf den Weg nach Düsseldorf und riefen pünktlich um 9 Uhr bei ihrem Reisebüro an. "Die Mitarbeiter waren etwas überfordert mit der Situation und waren erstaunt, dass wir bereits auf dem Weg nach Düsseldorf waren", berichtet uns das Paar. "Der Tenor war: Es wird alles storniert. Wir wollten aber trotzdem gerne auf direktem Weg nach Madeira." Deshalb kümmerte sich das Reisebüro fix darum, dass die beiden Vogelsberger ihre Reise nach Madeira wie geplant antreten konnten. "Und das alles, während wir noch im Auto saßen", schmunzelt Adina.

"Wir sind geflogen, ohne zu wissen, wo wir schlafen"

Doch so ganz reibungslos verlief die spontane Aktion dann doch nicht: "Im Hotel waren grundsätzlich Zimmer frei - allerdings hatten wir nur eine Reisebestätigung für den nächsten Tag, da es über das System nicht mehr ging, für den Anreisetag zu buchen. Wir sind also nach Portugal geflogen, ohne zu wissen, wo wir nachts schlafen werden." Doch auch um dieses Problem habe sich das Reisebüro der beiden schleunigst gekümmert, sodass sie nach der Landung auf Madeira via E-Mail erfahren haben, dass sie die kompletten 14 Tage in diesem Hotel verweilen können.

Ende gut, alles gut: Adina und ihr Freund sind überglücklich, dass durch das schnelle Handeln des Reisebüros ihr Traum vom Sommerurlaub trotz Reisewarnung doch noch in Erfüllung gehen konnte. "Wir sind froh, dass wir jetzt hier sind und die Sonne genießen können", so die beiden. (Luisa Diegel) +++


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