Das Bad Hersfelder Lullusfest ist abgesagt - alternative Konzepte werden aber erarbeitet. - Archivfotos (3): O|N / Carina Jirsch

BAD HERSFELD Nach Absage

Alternative Konzepte zum Lullusfest werden entwickelt

09.09.20 - Nachdem das Land Hessen die Corona-Kontaktbeschränkungen und das Volksfestverbot bis Ende Oktober  verlängert hatte, stellt der Magistrat Ende Juli öffentlich klar, dass das Lullusfest 2020 in seiner bisherigen Form nicht stattfinden darf. Das Gremium hatte aufgrund dieser Rechtslage zugleich die umgehende Kündigung der städtischen Verträge beziehungsweise die Rücknahme der Bescheide zum Lullusfest beschlossen.

In der Magistratssitzung wurde nun am 7. September der Weg frei gemacht für einen alternativen Umgang mit der Veranstaltung 2020. Dabei flossen zahlreiche Vorschläge vom hiesigen Lullusfestverein und aus der Bevölkerung in die Beratungen ein.

"Es war für alle Beteiligten undenkbar, unser Lullusfest einfach nur abzusagen. Das wäre zwar leicht gewesen, wird aber definitiv der Tradition und den vielen Freunden und Unterstützern dieses besonderen Festes nicht gerecht", resümiert Bürgermeister Thomas Fehling die Beratungen. "Deshalb freuen wir uns, dass wir gemeinsam mit der Lullusfest-Kommission, unter dem Motto "Lolls im Herzen – wir feiern zu Hause" unsere Tradition bewahren und die Sicherheit in den Vordergrund stellen können."

Archivfotos (2): O|N / Stefanie Harth

Zusammen mit der Kommission hat der Fachbereich Stadtmarketing die Konzeption ausgearbeitet. Der Magistrat hatte sich aufgrund der besonderen Situation in diesem Jahr, anders als sonst üblich, selbst in die Beratungen zum Lullusfest eingeschaltet.

"Unser Konzept ruht auf drei Säulen" erläutert Matthias Glotz als Fachbereichsleiter Stadtmarketing: "Entortung, Signalisation und Partizipation. Unter dem ersten Punkt verstehen wir, dass die Innenstadt nicht der zentrale Ort für ein derzeit nicht genehmigungsfähiges  Volksfest sein darf – man kann und soll sich aber trotzdem zu Hause unter Corona-Bedingungen treffen und gemeinsam feiern. Mit dem Punkt der Signalisation wollen wir gerne ein sichtbares, besonderes Zeichen setzen, dass diese Stadt zu ihrem Lullusfest auch in diesem besonderen Jahr steht. Unter dem Punkt Partizipation finden sich zahlreiche Aktionen, mit der Bürger und Unternehmen ihre Verbundenheit zum Ausdruck bringen können.", so Glotz.

Wenn also in diesem Jahr schon kein Lullusfest in der Innenstadt stattfinden darf, die Menschen also nicht zu Lolls kommen können – wie könne man dann Lolls und das "Fierche" zu den Menschen bringen? Genau hierzu sollen Glotz und sein Team jetzt die im Magistrat vorgestellten Konzepte und Ideen in die konkrete Umsetzung bringen.

Zu allen Punkten habe es bereits erste Vorgespräche gegeben, so Glotz abschließend. "Wir sind sehr froh, dass für viele Aktionen schon positive Unterstützung signalisiert wurde - von der Stadtkirche über den  Einzelhandel bis hin zur Feuerwehr. Darauf können wir aufbauen." (pm)+++


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