Möchte Bürgermeister von Hilders werden: Der 49- Jährige Martin Orf - Foto: Privat

HILDERS (RHÖN) Arbeitspädagoge wirft seinen Hut in den Ring

Martin Orf: Ein Motorradpräsident möchte Bürgermeister werden

11.09.20 - Am 22. November 2020 wird in der Gemeinde Hilders ein neuer Bürgermeister gewählt. Seinen Hut in den Ring hat nun auch Martin Orf (Parteilos) geworfen. Der 49-Jährige ist in der Region groß geworden, seine Kindheit und Jugend verbrachte der Arbeitspädagoge im Tanner Stadtteil Günthers.

In Hilders lebt Orf seit fast 15 Jahren, nun möchte er der Gemeinde etwas zurückgeben. "Ich möchte Bürgermeister für alle Menschen werden, da ich mich sehr heimatverbunden fühle und hoffe, auf diesem Wege mit allen Bürgern viel für unsere gemeinsame Zukunft im Ulstertal zu erreichen", erklärt er im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Inklusion, sagt er, sei ihm dabei besonders wichtig.

Blick über die Gemeinde Fotos (2): Miriam Rommel

Beruflich hat der 49-Jährige bereits viele Stationen durchlaufen: Von der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker über ein paar Jahre Tätigkeit als Kraftfahrer bis hin zur Qualifizierung zum Arbeitspädagogen: Der vierfache Familienvater sieht in seinem Werdegang eine besondere Stärke. "Da ich immer mit verschiedensten Menschen gearbeitet habe und nun als Arbeitspädagoge und Gruppenleiter bei der Caritas in Fulda tätig bin, habe ich gelernt, auf viele unterschiedliche Anforderungen adäquat zu reagieren." Diese langjährige Erfahrung, betont er, möchte er in das Amt des Bürgermeisters einbringen.

Der bekennende Motorradliebhaber und Vorsitzende der "Motorradfreunde Ulstertal" arbeitet außerdem seit über 16 Jahren in der Suchtkrankenhilfe und bietet, unter anderem in der JVA- Hünfeld, MPU- Vorbereitungskurse an.

Politisch aktiv war der zweifache Großvater bisher noch nicht. "Ich war eher der passive Beobachter, habe mich aber schon immer für das politische Geschehen in der Gemeinde interessiert". Seine politische Unabhängigkeit, meint er, könne für die Bürger in Hilders von Vorteil sein. "Ich würde das Amt vollkommen neutral und unbelastet begleiten."

Vor der Arbeit des Amtsinhabers Hubert Blum hat Orf großen Respekt. "Ich möchte bestehende Projekte weiter vorantreiben, hätte aber auch viele eigene Ideen, die ich gerne umsetzen würde", hebt er hervor. "Wichtig ist mir, die Schönheit des Ulstertals zu erhalten und für Menschen jeden Alters, ob mit oder ohne Einschränkung, für jeden Arbeitnehmer und Arbeitgeber, eine sichere Zukunft zu bieten."

Insgesamt sei die Gemeinde sehr gut aufgestellt, auch, was die Infrastruktur beträfe. "Wir haben einen Standort in der Nähe der Autobahn und bereits jetzt eine Vielfalt an alteingesessenen Handwerksbetrieben und neuen Firmen." Leerstände zu beseitigen und weitere potenzielle Arbeitgeber ins Ulstertal zu holen, sei eines seiner Ziele, meint Orf.

"Ich halte es beispielsweise für eine gute Idee, wenn die handwerklichen Betriebe, ähnlich wie beim "Rhöner Charme", gemeinsam an einem Strang ziehen und zusammen werben, auch, um jungen Leuten Zukunftsaussichten zu bieten." Zusätzlich möchte er eine Infobroschüre für künftige Investoren anbieten. "Beim Tourismus wurde ein ähnliches Konzept bereits sehr gut umgesetzt, jetzt könnte man zeigen, was der Einzelhandel, Vereine, Verbände oder die Handwerksbetriebe alles zu bieten haben." (mr) +++


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