Regens Gärtner - Foto: Arnulf Müller

FULDA / MÜNSTER "Spannende Zeit des Umbruchs"

Dr. Dirk Gärtner ist neuer Vorsitzender der Deutschen Regentenkonferenz

21.09.20 - Dr. Dirk Gärtner (42) ist neuer Vorsitzender der Deutschen Regentenkonferenz – dem Zusammenschluss der Leiter der bundesweit mehr als 25 Seminare für die Ausbildung katholischer Priester. Gärtner, der das Priesterseminar Fulda leitet, wurde bei der Regentenkonferenz am Freitag (18.9.) zum Nachfolger von Hartmut Niehues (Münster) gewählt, der nach vierjähriger Amtszeit an der Spitze der Organisation nicht mehr kandidierte. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Konferenz Regens Matthias Goy (Berlin).

Regens Gärtner, der das Priesterseminar Fulda seit 2014 leitet, übernimmt das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Regentenkonferenz in einer Zeit entscheidender Weichenstellungen für die Neugestaltung der Priesterausbildung in Deutschland. "Diesen Umbruch empfinde ich als spannend und herausfordernd zugleich", erklärt Gärtner in einer am Sonntag (20. 9.) verbreiteten Medieninformation des Bistums Fulda. Er sehe seine Aufgabe darin, "gemeinsam mit den anderen Ausbildungsverantwortlichen, die eine große Expertise und bisweilen auch langjährige Erfahrung mitbringen, zeitgemäße Formate der Ausbildung zu entwickeln, die die notwendigen Reifungsprozesse zum Menschsein und zum Christsein ermöglichen." Es werde künftig "noch mehr als bisher darum gehen, dass diejenigen, die den Weg zum Priestertum wählen, während der Formation zu echten und gefestigten Persönlichkeiten des Glaubens heranreifen."

Bischof von Fulda gratuliert: "Qualität der Ausbildung hat Priorität vor Standorten"

Der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, gratulierte Gärtner zur Wahl und erklärte: "Mit Regens Dr. Dirk Gärtner hat die Deutsche Regentenkonferenz einen sehr kompetenten Vorsitzenden gewählt." Durch seine Zeit als Sekretär von Bischof Algermissen und den damit verbundenen Einblick in wichtige Handlungsfelder der katholischen Kirche in Deutschland, seine im vergangenen Jahr abgeschlossene Doktorarbeit und seine langjährige Erfahrung als Regens bringe Gärtner sehr gute Voraussetzungen für diese neue Aufgabe mit: "Er steht dafür, dass die Frage der Qualität der Ausbildungswege eine klare Priorität hat gegenüber der Frage der Ausbildungsstandorte." Gärtner werde seine reichhaltige Erfahrung einbringen in die anstehenden Veränderungen in der Priesterausbildung: "Es gilt jetzt auszuloten, wie genau die künftigen Ausbildungsstandorte so profiliert werden können, dass sie die Entwicklung von überzeugenden Persönlichkeiten ermöglichen". Der Bischof von Fulda betonte: "Gerade, wenn manche Bistümer künftig nicht mehr Studienstandort sein werden, braucht es eine gute Verständigung, wie die Zusammenarbeit zwischen den künftigen Priesterseminaren und den Heimatdiözesen aussieht."

Die Regentenkonferenz dankte bei Ihrem Treffen in Fulda dem bisherigen Vorsitzenden Hartmut Niehues für dessen langjähriges Engagement. In der vierjährigen Amtszeit als Vorsitzender habe Niehues prägende Ereignisse auf den Weg gebracht – wie zum Beispiel den Besuch der Regentenkonferenz bei Papst Franziskus (2018) sowie den Deutschen Seminaristentag (Thema "Missionarisch Priester sein"), zu dem mehr als 300 Priesteramtskandidaten nach Fulda kamen, die sich dort auch an Straßenmissions-Aktionen der Citypastoral beteiligten. Bereits seit 2013 hatte sich Niehues als stellvertretender Vorsitzender der Regentenkonferenz für eine Priesterausbildung engagiert, die sich an den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft orientiert: "Priesterausbildung sollte mitten im Volk Gottes und mit dem Volk Gottes geschehen. Das kann klerikalen Tendenzen vorbeugen." (pm) +++


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