Die Eisheiligen spenden ihren gesamten Tageserlös für den guten Zweck. - Fotos: Suria Reiche

FULDA Eis schlecken für den guten Zweck

Geschwisterpaar fährt nach Moria: Die Eisheiligen spenden Tageserlös

25.09.20 - Die Eisheiligen haben am Donnerstag der Kundschaft selbst überlassen, wie viel sie für ihr Eis zahlt. Und das war meist mehr als der Preis, der auf der Karte steht. Der Grund: Der gesamte Tageserlös wurde an die beiden Schwestern Lara und Lucie Gruber aus Gießen gespendet. Die beiden fahren in den Herbstferien mit allerlei Sachspenden im Gepäck in das abgebrannte Flüchtlingscamp auf Lesbos.

Es sind grausame Bilder, die die beiden Schwestern Lara und Lucie Gruber in ihren Herbstferien zu sehen bekommen werden. Die Schülerin und die Studentin werden ins abgebrannte Camp auf Lesbos fahren. Eine Reise, die sie – so der ursprüngliche Plan – aus eigener Tasche finanzieren wollten. "Wir sind völlig überwältigt von dem, was passiert ist, als wir unsere Pläne publik gemacht haben", sagt Lara, die am Donnerstagabend bei den Eisheiligen in Hettenhausen zu Gast war und auch hier aus dem Staunen gar nicht herauskam. Kaum hatte das Geschwisterpaar in der Zeitung und im Radio von seinen Plänen erzählt, wurde es von einer Welle der Hilfsbereitschaft überschwemmt. "Privatpersonen haben uns Dinge gespendet, die wir mit nach Lesbos nehmen, es gab Geldspenden und auch einige Firmen und Organisationen haben uns Dinge gegeben, die wir ins Camp bringen."


"Wir sind überwältigt"

Statt mit einem Auto, wie ursprünglich geplant, müssen Lara, Lucie und drei weitere Freunde nun mit zwei Sprintern fahren, um alle Spenden ins Camp zu bringen. Und dann kam vor einiger Zeit auch noch der Anruf von Michél Günther von den Eisheiligen, der den beiden anbot, die Einnahmen eines ganzen Tages zu spenden, damit sie die Reisekosten damit decken können. "Das hat uns wirklich überwältigt", sagt Lara.

Günther, Inhaber der Eisheiligen, hat im Radio von dem Vorhaben der beiden Mädchen gehört und war begeistert davon: "Es ist immer unterstützenswert, wenn jemand Menschen in der Not helfen will. Aber die beiden 18- und 20-Jährigen haben so viel Mut und Eigeninitiative, dass sie unsere Unterstützung mehr als verdient haben."

In den Herbstferien geht es nach Lesbos

Dass sie zum Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos fahren und dort helfen wollen, stand für Lara und Lucie schon lange fest. "Wir waren unglaublich frustriert darüber, wie gleichgültig unsere Gesellschaft ist und wie leicht sie über das Elend ‚vor unserer Haustür‘ hinwegsieht." Als die beiden Mädchen im Fernsehen von dem Brand gehört haben, hat sie das nicht etwa abgeschreckt, sondern im Gegenteil in ihrem Vorhaben bestärkt. "Dass wir jetzt so viel Hilfsbereitschaft erfahren, hätten wir uns im Traum nicht vorstellen können", sagt Lara, als wie zur Bestätigung Mitglieder des Bündnisses "Fulda stellt sich quer" hereinkommen und ihr warme Pullis für kalte Nächte übergeben.

Anfang der Herbstferien geht es für die Schwestern und ihre drei Begleiter los. "Ich habe Ehrfurcht vor den Eindrücken, die wir auf Lesbos sammeln werden", sagt Lara. Vor Ort werden sie und ihre Schwester durch den Vorsitzenden der Organisation "One happy family" um Anton Scheit unterstützt. Er wird sie vor allem bei der Verteilung der Sachspenden auf die verschiedenen Lager durch die Einrichtung "Attika Warehouse" unterstützen. (sur) +++


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