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Der Blick vom derzeitigen Gewerbegebiet auf den möglichen neuen Logistikstandort "Am Wolfstall". - Archivfoto: O|N/Kevin Kunze

FRIEDEWALD Streitthema um neue Gewerbefläche

Bürgerinitiative "Wolfstall" will weitere Ansiedlung von Logistik verhindern

01.10.20 - Die Gemeinde Friedewald (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) steht für Logistikunternehmen wie wenige andere Kommunen in der Region. Doch gegen eine zukünftige Ansiedlung eines Logistikzentrums regt sich in der Dreienberg-Gemeinde Widerstand. Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS erklärte die Bürgerinitiative "Wolfstall" ihre Ziele und warum sie gegen die Ansiedlung eines Logistikers sind.

Wolfgang Heyer (links) und Michael Joppich kämpfen gegen die Ansiedlung eines weiteren ...Foto: Kevin Kunze

"Wir möchten das sich Gewerbe ansiedelt, auch der Standort "Am Wolfstall" ist dafür absolut geeignet. Allerdings möchten wir nicht, dass sich dort ein Logistiker ansiedelt. Aus unserer Sicht würde sich ein produzierendes Kleingewerbe gut eignen", erklärt Michael Joppich, der direkt von einer Ansiedlung betroffen wäre. Wolfgang Heyer von der Bürgerinitiative (BI) führt weiter aus: "Es gibt viele Gründe warum eine Ansiedlung an diesem Standort völlig falsch wäre, neben umwelttechnischen Aspekten spielt vor allem die Belastung für die Menschen durch eine mögliche Ansiedlung eines Logistikers eine große Rolle.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen


Gerade im Gewerbegebiet ist die Parksituation gerade auch nachts bereits jetzt sehr ...Foto: privat

"Bei Nord-Ostwind werden die Lärmemissionen, wie auch Schadstoffemissionen in einem noch stärkeren Maße auf die Anlieger im östlichen Teil des Dorfes übertragen", schreibt die BI in ihrem Bedenkenpapier. Denn durch die weitere Ansiedlung eines Logistikers werde sich das erhöhte Verkehrsaufkommen zu weiteren negativen Aspekten für Bürger führen, so Joppich und Heyer weiter. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verkehrssicherheit am geplanten Standort. Es sind zu wenige LKW-Stellplätze geplant, dadurch wird sich die Unfallgefahr auf der L3069 in Richtung Wildeck-Hönebach erhöhen. Da diese Strecke auch als Umleitung der parallel verlaufenden Autobahn vier genutzt wird, stellt dies zusätzliche Gefahren dar", erklärt Wolfgang Heyer weiter. Auch Umweltschutzaspekte oder die Trinkwasserknappheit sind weitere Faktoren für den Protest.

Ziel der Bürgerinitiative ist, dass entweder die Gemeindevertreter einen neuen Beschluss fassen - in der Sitzung am 19. August hieß es: "Die Fläche "Am Wolfstall" in das Bodenbevorratungsprogramm der HLG aufzunehmen."  Laut der BI soll ein Sperrriegel gegen die Ansiedlung eines Logistikers eingebaut werden. Durch die Ansiedlung von ACO Passavant im Gewerbegebiet West mit rund 400 Arbeitsplätzen komme es laut der Initiative sowieso schon zu einer erhöhten Lärmbelastung für die umliegenden Anlieger.

So könnte das neue Logistikzentrum in Friedewald aussehen. Visualisierung: bauwo Gründstücksgesellschaft mbH

Archivfotos: O|N/Kevin Kunze

Falls die Gemeindevertretersitzung keinen neuen Beschluss fassen will, versucht die BI über ein Bürgerbegehren einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Für das Bürgerbegehren benötigt es zunächst Unterschriften von mindestens zehn Prozent der wahlberechtigten Friedewälder. Laut Heyer und Joppich werde diese Grenze aber deutlich überschritten. Ein möglicher Termin für einen Bürgerentscheid wäre die Kommunalwahl im nächsten März. (Kevin Kunze)+++


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