Grippe oder doch Corona? Gewissheit kann nur ein Test bringen. - Symbolbild: O|N / Carina Jirsch

LAUTERBACH Grippesaison startet

Influenza oder doch Corona? "Unterscheidung ist schwierig!"

13.10.20 - Nach Ausbruch der Corona-Pandemie zu Beginn des Jahres haben sich die Infektionszahlen in den Sommermonaten einigermaßen entspannt. Doch in den letzten Wochen stiegen die Zahlen wieder rasant an - und das ausgerechnet zu der Zeit, wo auch langsam die Grippesaison beginnt. Doch wie kann man zwischen Coronavirus und Grippe überhaupt entscheiden?

Das Online-Portal Vergleich.org hat eine Infografik ...Screenshot: O|N / vergleich.org

"Die Unterscheidung zwischen Grippe und Corona ist schwierig bis unmöglich", bringt es Matthias Gothe, Oberarzt der Geriatrie im Eichhof Krankenhaus Lauterbach, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS nüchtern auf den Punkt. Denn die Symptome der beiden Krankheiten seien sehr ähnlich. Die häufigsten Symptome einer Corona-Infektion sind Fieber und trockener Husten. Auch Atemprobleme und die Verschlechterung des Allgemeinzustandes können auftreten - allerdings auch bei einer Grippe. Eine eindeutige Differentialdiagnose ist also nicht möglich. 

Klinische Differenzierungen

Dennoch seien klinisch kleinere Differenzierungsmöglichkeiten gegeben. "Beispielsweise dadurch, dass sehr viele Corona-Patienten über Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn klagen", so der Oberarzt. Doch der Mediziner warnt, dass diese Symptome einen nicht von der absoluten Notwendigkeit befreien, in einem Verdachtsfall unbedingt einen Arzt aufzusuchen. "Das sollte man in jedem Falle tun! Der Arzt kann dann einen Abstrich machen, dieser sorgt für Gewissheit."

Dies passiert auch im Eichhof Krankenhaus in Lauterbach. Patienten, die sich beispielsweise über den Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn beklagen, bekommen einen Corona-Abstrich gemacht. "Patienten, die Probleme mit Atemnot, Husten oder Fieber haben, bekommen beides - einen Corona-Abstrich und einen Test auf Influenza, um Klarheit zu verschaffen. Außerdem kann das Krankenhaus kleine radiologische Unterschiede feststellen, zum Beispiel im CT. "Dort gibt es Bildveränderungen, die auf eine Corona-Infektion hinweisen", erklärt Gothe. 

Corona oder doch Influenza: Eine 100-prozentige-Sicherheit hat man also nur, wenn man einen Arzt aufsucht und sich testen lässt. 

Eichhof Krankenhaus: Für Notfall gewappnet

Falls die Zahlen auch im Vogelsbergkreis wieder ansteigen sollten, sei das Krankenhaus in der Kreisstadt jedenfalls für den Ernstfall gewappnet. Doch derzeit sei die Lage entspannt: "Wenn die Zahlen auch im Vogelsbergkreis wieder hochgehen und schwere Verlaufe auftreten sollten, sind wir gut vorbereitet", versichert der Mediziner auf O|N-Nachfrage.

Doch die großen Corona-Hotspots liegen derzeit vor allem in den Großstädten. In der Vulkanregion gab es über das Wochenende lediglich zwei Neuinfektionen - vier Patienten meldeten die Behörden als genesen. Derweil gibt es in der Region neun aktive Fälle, wie der Kreis am Montagnachmittag informierte. (Luisa Diegel) +++


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