Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Bewerber gesunken und die der Stellen gestiegen. - Foto: Agentur für Arbeit Gießen

LAUTERBACH "Mit Gesamtsituation zufrieden"

Ausbildungsmarktbericht: Etwas mehr Stellen als Bewerber

29.10.20 - Im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 708 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche seit Oktober 2019 registriert. Die Arbeitsagentur verzeichnet damit einen Rückgang um 16 junge Menschen gegenüber dem Vorjahr. 54 Jugendliche waren zum Stichtag Ende September noch unversorgt, also hatten keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und waren nicht bei einer weiterführenden Schule oder einer Universität eingeschrieben. Dies entspricht einem Anstieg um 20 Personen gegenüber dem Vorjahresvergleich.

Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 62 auf nun 740 gestiegen. Zum Berichtsjahresende waren noch 55 Ausbildungsstellen unbesetzt, 13 mehr als im Vorjahr.

"Für die große Mehrheit der Jugendlichen, die sich seit Oktober letzten Jahres zur Unterstützung bei der Berufswahl gemeldet hatten, blieb die Corona-Krise bei der Ausbildungsplatzsuche folgenlos", kommentiert Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur, den Abschluss des Berichtsjahres. "Sicherlich muss im Einzelfall noch mal genau hingeschaut und nachgesteuert werden. Dies gilt sowohl für Ausbildungsplatzsuchende, wie auch für Arbeitgeber. Aber rückblickend sind wir mit der Gesamtsituation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt zufrieden."

Im gesamten Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, zu dem die Landkreise Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und Gießen gehören, wurden seit September 2019 insgesamt 4900 Bewerber aufgenommen und beraten. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 113 Jugendliche.

Arbeitgeber meldeten von September 2019 bis Oktober dieses Jahres der Arbeitsagentur Gießen insgesamt 4024 Ausbildungsstellen. Fünf Stellen weniger als vor einem Jahr. Diese wurden zu knapp zwei Drittel vom Dienstleistungs- und Industriebereich und knapp einem Drittel vom Handwerk gemeldet. Zum Stichtag am 30. September waren noch 432 Ausbildungsstellen unbesetzt. 37 Stellen weniger als noch ein Jahr zuvor.

Bis zum Ende des Berechnungszeitraums waren 379 junge Menschen noch unversorgt. In einer sogenannten Nachvermittlungs-Aktion haben diese Jugendlichen noch die Möglichkeit beispielsweise eine Ausbildung in diesem Jahr zu beginnen, auf eine weiterführende Schule zu gehen sowie ein freiwilliges soziales Jahr abzuleisten. Alternativ besteht die Möglichkeit bis August nächsten Jahres eine Einstiegsqualifizierung zur Vorbereitung auf den Ausbildungsstart 2021 zu machen. (pm) +++


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