Die SuedLink-Trasse wird nun doch nicht durch Osthessen führen. - Archivbild: Michael Brand

REGION MdB Brand: "Fachliche Argumente überzeugten"

Entschieden: SuedLink-Trasse nicht durch Osthessen - sondern Thüringen!

30.10.20 - Nach vielen Jahren Kampf Aufatmen in Osthessen: Die Stromtrasse SuedLink wird nicht durch Osthessen geführt werden. Wie der osthessische Bundestagsabgeordnete Michael Brand auf Anfrage von OSTHESSEN|NEWS bestätigt, hat das am heutigen Freitag die Bundesnetzagentur entschieden und veröffentlicht. Damit ist der umstrittene Trassenverlauf durch den Landkreis Fulda und den Vogelsbergkreis vom Tisch und die Leitung wird weiter östlich durch Thüringen geführt, und zwar durch den Wartburgkreis und den Kreis Schmalkalden-Meiningen.

"Nach 7 Jahren Kampf gemeinsam mit Kommunen und Bürgerinitiativen in der Region und im Bundestag bin ich erleichtert, dass dieser Kelch an unserer Region vorbeigeht", so der heimische Wahlkreisabgeordnete im Bundestag. "Verdammt hartnäckiger Einsatz und gute Argumente haben zum Erfolg geführt", CDU-Politiker Brand hatte bereits 2014 nach der Ankündigung des beabsichtigten Trassenverlaufs zu einem "Runden Tisch" ins Fuldaer Landratsamt eingeladen – mit dabei die Spitzen sowohl der Bundesnetzagentur als auch vom Netzbetreiber TenneT, sowie die betroffenen Kommunen in der Region und die beiden Landkreise Fulda und Vogelsberg.

"Ich erinnere mich noch gut, dass die falschen Pläne beinhart durchgezogen werden sollten. Immer wieder wurde behauptet, das ginge nicht anders." Erst nach heftigem und jahrelangem Widerstand sowie "fachlich stichhaltigen Stellungnahmen der Gemeinden, Städte und Landkreisen haben sich die Argumente durchgesetzt". Der Bundestag habe inzwischen die Erdverkabelung ermöglicht und die Planung auf bessere Füße gestellt. Die endgültige Entscheidung der Bundesnetzagentur wäre so nicht gekommen "ohne den gemeinsamen Einsatz in der Region gegen die falschen Pläne eines zu Beginn arrogant auftretendes Unternehmens", ist sich Brand sicher. "Das ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass man mit Mumm und langem Atem, und natürlich überzeugenden Argumenten den Lauf der Dinge verändern kann. Die jetzt genehmigte Stromtrasse ist besser für Umwelt, Unternehmen sowie für Bürger und Kommunen - wir dürfen auf dieses Ergebnis durchaus stolz sein."


Hintergrundinformationen

Der SuedLink soll den Offshore-Windstrom von der Nordsee bis in die süddeutschen Ballungsräume am Main bzw. am Neckar transportieren. Die Verbindung wird von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT und TransnetBW realisiert. SuedLink besteht aus zwei Vorhaben und wird in Wilster und Brünsbüttel beginnen; Endpunkte sind die Netzknoten Bergrheinfeld und Großgartach. Beide Vorhaben werden über weite Bereiche parallel geplant und realisiert. SuedLink ist in mehrere Planungsabschnitte aufgeteilt

Das Projekt wird als Erdkabel mit einer Kapazität von bis zu 4 GW realisiert. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2026 geplant.

Erklärende Filme zum Netzausbau finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Bundesnetzagentur unter www.youtube.com/netzausbau. (pm) +++


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