Am Montag kam es zu 38 Festnahmen im Dannenröder Forst - Archivfoto: O|N/Luisa Diegel

HOMBERG (OHM) Ausnahmezustand im "Danni"

Arme einbetoniert, Einsatzkräfte bespuckt, Feuer gelegt - 38 Festnahmen

17.11.20 - Am Montag betraten Polizeikräfte wieder den Dannenröder Forst sowohl im nördlichen als auch im südlichen Bereich, um dort Gefahrenquellen zu identifizieren und diese zu entfernen. Verbotene Bauten und Barrikaden wurden entsprechend beseitigt und ausgehobene Gräben und Löcher aufgefüllt, um Rettungswege wieder nutzbar zu machen.

Die Arbeiten am Logistikbereich im südlichen Teil des Dannenröder Forstes wurden auch heute wieder fortgeführt. Am Vormittag haben drei Personen im nördlichen Bereich des Dannenröder Forstes ihre Hände in Rohre gesteckt und diese einbetonieren lassen. Die Personen konnten durch Einsatzkräfte befreit und anschließend festgenommen werden. Die Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckte am Morgen einen Brand am nördlichen Waldrand des Danneröder Forstes in der Nähe der B62. Unbekannte entzündeten dort einen Holzhaufen. Da für die Umgebung keine weitere Gefahr bestand, ließ man das Feuer kontrolliert abbrennen.

Beamte bespuckt

Gegen 15.00 Uhr kam es im nördlichen Dannenröder Forst zu einem Angriff auf die Einsatzkräfte. Diese wurden aus einer Gruppe heraus mit Zwillen und Pyrotechnik beschossen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Mehrere Personen wurden festgenommen. Im Rahmen einer Festnahme bespuckte ein Ausbaugegner die Einsatzkräfte.

Auf einem Waldweg im nördlichen Teil des Dannenröder Forstes kam es während einer angemeldeten Demonstration zu einer Annäherung an Baumaschinen. Eine, ursprünglich geplante, Umstellung einer Baumaschine konnte nicht gewährt werden, da sich diese im Sicherheitsbereich befand. Nachdem in Absprache mit der Versammlungsbehörde ein Kompromiss gefunden werden konnte, kehrten die Teilnehmer nach kurzer Zeit wieder Richtung B62 zurück. Nach einem friedlichen Verlauf fand die Versammlung dort ihr Ende.

Bilanz: Es wurden heute 38 Personen in Gewahrsam genommen. Weiterhin wurden zwei Ermittlungs- und 43 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. (pm) +++


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