EEW möchte in Zukunft die Betriebszeiten und die Verwertungsmenge erhöhen. Die GfH-Fraktion sieht dies mit einem lachenden und weinenden Auge. - Archivfoto: O|N/Kevin Kunze

HERINGEN (W.) GfH mit lachendem und weinendem Auge

Erhöhte Betriebszeiten und Verwertungsmenge bei EEW geplant

18.11.20 - Die von EEW – Energy from Waste Heringen geplante Erhöhung der Betriebszeiten sowie der Verwertungsmenge wird von der GfH-Fraktion mit einem lachenden wie auch mit einem weinenden Auge gesehen.

Als überaus positiv wertet die GfH-Fraktion den Verzicht auf größere bauliche Veränderungen, den Erhalt von 45 qualifizierten Arbeitsplätzen und die weitere vertraglich abgesicherte Abnahme des anfallenden Dampfes durch das Unternehmen K+S, Standort Wintershall. Dass zwischenzeitlich, und zwar durch vertragliche Umgestaltung, der immer wieder kritisierte Mülltourismus eingeschränkt werden konnte und nunmehr auch der regionale Abfall über den AZV in der Heringer Anlage verwertet wird, sieht die Fraktion als einen Schritt in die richtige Richtung.

Kritisch wertet der GfH-Sprecher Manfred Wenk allerdings die zu erwartende Zunahme der Anlieferung des Abfalles per LKW um 16 bis 20 Prozent. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass Heringen ein sehr hohes Verkehrsaufkommen im Kreis Hersfeld-Rotenburg zu verzeichnen hat.

Bereits heute werden die Straßen in der Kernstadt, den betroffenen Stadtteilen, sowie in den Nachbarkommunen Dippach und Berka durch das hohe Verkehrsaufkommen im Rahmen der Anlieferungen stark beansprucht. Betrachtet man die Landesstraße zwischen dem Stadtteil Leimbach und dem Dippacher Kreuz, so wird jedem klar, dass unsere Infrastruktur auf ein solch hohes Verkehrsaufkommen nicht ausgelegt ist. Bis zu 100 LKW-Anlieferungen sind genehmigt und die gleiche Anzahl verlässt die Anlage EEW Heringen auch wieder.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass im Zusammenhang mit der geplanten Haldenerweiterung am Standort Winterhall seit Monaten ein zusätzlich hohes LKW-Aufkommen hinzukommt. Die Anlieger der Zufahrtsstraßen sind durch LKW-Lärm und Abgase bereits heute besonders stark betroffen, 16 bis 20 Prozent mehr Anlieferverkehr zur EEW bedeuten in Summe 32 bis 40 zusätzliche LKW-Bewegungen täglich. Und in den kommenden Monaten wird sich die Situation besonders für die Bewohner der Wölfershäuser Straße noch einmal drastisch verschlechtern, wenn nämlich die geplanten Straßenbaumaßnahmen "In der Aue" und "Pfarrstraße" zur Ausführung kommen.

Nachdem sich die Inbetriebnahme der "Kraftwerkstraße" noch länger hinziehen dürfte und auch dann nicht garantiert werden kann, dass der LKW-Verkehr gänzlich über diese Straße erfolgt, bleibt als sinnvolle Alternative nur die Anlieferung über die Bahn. So wie es auch im ersten Genehmigungsverfahren seitens der Heringer Stadtverordnetenversammlung gefordert wurde. Aus Sicht der GfH-Fraktion ist mit dem angekündigten Genehmigungsantrag der EEW die Möglichkeit gegeben, entscheidend im Sinne der Bevölkerung, deren Gesundheit und der Nutzungsdauer der betroffenen Straßen einzuwirken und mit einem zukunftsfähigen Konzept, dass auch die An- und Abfahrten des Abfalls einbezieht, nachzubessern. (pm)+++


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