Osthessische Vereine bekommen Geld vom Land Hessen - Symbolfoto: Pixabay

REGION Dank für Engagement während Pandemie

Neun osthessische Vereine erhalten jeweils 500 Euro aus Lottomitteln

18.11.20 - Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, haben sich in dieser Woche mit einer Sonderaktion bei vier Vereinen des Landkreises Fulda bedankt, die sich mit herausragendem Engagement und Hilfsbereitschaft in Zeiten der Corona-Pandemie verdient gemacht haben. Hessenweit stehen hierfür 50.000 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung.

Ministerpräsident Volker Bouffier bedankt sich bei den Vereinen für ihr Engagement während der Corona-Pandemie ...Archivfoto: O|N/Martin Engel

"Sie tragen ganz entscheidend zur Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders und zur Aufrechterhaltung des Vereinslebens in diesen schwierigen Zeiten bei", lobten Bouffier und Wintermeyer die Vereine im Landkreis Fulda. Mit viel ehrenamtlichem Engagement hätten sich die ausgewählten Vereine in den vergangenen Monaten besonnen und beherzt der Corona-Krise entgegengestemmt. Insgesamt 100 Vereine werden auf Vorschlag der Städte und Landkreise hessenweit gewürdigt.

"Mit Sondermitteln bedacht werden insbesondere Vereine, die sich schon in der ersten Corona-Welle im Frühjahr mit Ehrgeiz und zupackenden Hilfsangeboten für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitige menschliche Unterstützung stark gemacht haben", erläuterte Wintermeyer.

Dabei sind in ganz Hessen sehr vielfältige Formate zum Einsatz gekommen: Einkaufshilfen für Seniorinnen und Senioren wurden ebenso prämiert wie gezielte Spendenaktionen, Outdoor-Kulturangebote, das Nähen von Masken oder Corona-gerechte Sportangebote für Risikogruppen.

Osthessische Vereine: 

Der Verein "Miteinander Füreinander Oberes Fuldatal" hat auf die Corona-Krise reagiert, in dem er Fahrdienste organisierte. Das "Smarte Frühstück" wurde an die neuen Hygieneregeln angepasst. Eine besondere Leistung erbrachten viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer außerdem, indem sie in vier Wochen etwa 800 Mund-Nasenschutzbedeckungen nähten und verteilten.

"Leben und Arbeiten in Neuhof e.V." hat maßgeblich die Initiative "Neuhof hilft sich – gemeinsam stark" unterstützt. So wurden unter anderem Einkäufe erledigt, notwendige Fahrten übernommen, sozialer Austausch über Telefon und digitale Hausaufgabenbetreuung angeboten.

Der Verein "Füreinander Da Sein e.V." existiert bereits seit mehreren Jahren und bietet mit seinem umfangreichen Hilfenetzwerk Nachbarschaftshilfen aller Art an. Auch und besonders während der Corona-Pandemielage stand der Verein mit seinen aktiv helfenden Mitgliedern zur Verfügung, um zu helfen, wo Hilfe erforderlich war. So wurde gemeinsam mit der Stadt Tann (Rhön) eine Hilfe-Hotline geschaltet, bei der sich Hilfesuchende melden konnten.

Die Vereinsgemeinschaft "Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf e. V." organisiert im Auftrag der Gemeinde den Bürgerbusbetrieb, der zu Beginn der Pandemie zunächst eingestellt werden musste. 13 Fahrerinnen und Fahrer organisierten als Ersatzleistung einen Einkaufsservice. In den Sommerferien wurde ein Projekt zur Herstellung einer Marktbude angeboten. Dabei ist unter fachlicher Anleitung ein Marktstand für unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten der Mitgliedsvereine entstanden. "Unabhängig vom üblichen Vereinsleben oder den gewohnten sportlichen Aktivitäten entwickelten die ehrenamtlich Aktiven eine große Kreativität und vielfältige Ideen, um das soziale Miteinander aufrecht zu erhalten oder Hilfsbedürftigen Unterstützung zukommen zu lassen", erläuterte der Ministerpräsident abschließend die Gründe für die Sonderauszahlung. Damit werde nicht nur das Gemeinwesen gestärkt, sondern auch unmittelbare Hilfe am Nächsten geübt.

Auch der DRK Ortsverein Schlitzerland hat in der Zeit des ersten Lockdowns einen kostenlosen Einkaufs- und Medikamentendienst in Schlitz und Schlitzerland organisiert. Besonders die Risikogruppen der älteren und bereits erkrankten Menschen wurden durch diese Aktion unterstützt sowie geschützt.

Der Skiclub Neuenstein rief Anfang April seine Mitglieder zum Einsatz für die Bad Hersfelder Tafel auf. Rund 30 Mitglieder halfen bei der Abholung der Lebensmittel, beim Sortieren der Ware und bei der Zustellung an die Tafelkunden. Einige Mitglieder sind nach wie vor für die Tafel tätig.

Der DRK-Ortsverein Schenklengsfeld hat in besonderer Weise den Kontakt zu seinen Mitgliedern der Seniorengymnastik, Spinnstube und des Jugendrotkreuzes über den gesamten Zeitraum des ersten Lockdowns im Frühjahr aufrechterhalten. Unter anderem wurden "Beschäftigungstüten" verteilt. Sämtliche Ausbildungsangebote wurden von Präsenz- auf Online-Angebote umgestellt, um den Kontakt zu den Mitgliedern nicht zu verlieren. Auch Arzt- und Einkaufsfahrten für Hilfsbedürftige wurden angeboten.

Die Posaunenchöre Philippsthal und Heimboldshausen geben seit Beginn der Corona-Pandemie sogenannte "Platzkonzerte" im Freien. Weiterhin überraschen sie in allen Ortsteilen von Philippsthal die Jubilare - insbesondere ältere Menschen - mit Musik. Diese "Konzerte" kommen bei den Bürgern sehr gut an.

Der Gewerbeverein Niederaula rief eine besondere Dankeschön-Aktion für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisaltenheims Niederaula und der Diakonie Niederaula ins Leben. Sie verteilten Geschenktüten, unter anderem mit Schutzbedarf wie Mund-Nasen-Masken und Desinfektionsmittel. (pm) +++


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